- 31.10.2011, 18:58:19
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"Lustige" Zahlenspiele (von Claudia Grabner)
Ausgabe 1. Nov. 2011
Klagenfurt (OTS) - 55,5 Milliarden Euro falsch verbucht - und den
Irrtum eineinhalb Jahre später per Zufall überlauert: Was das
deutsche Finanzministerium da als Hoppala hingelegt hat, ist weniger
Symbol einer Schlamperei als Ausdruck unserer fiktiv-unfassbaren
Zahlenwelt. Das Geld, mit dem der Finanzmarkt jongliert, spekuliert,
zahlt, handelt, haftet, anleiht, ausleiht, vergibt, einfordert,
kalkuliert - es ist nicht real, nicht als Geldbündel zählbar. Die
Millionen/Milliarden/Billionen reduzieren sich auf eine
niedergeschriebene Zahl mit 6/9/12 Nullen - und sprengen unsere
Vorstellungskraft. Und weil sie genau das tun, wirft die
kapitalismushörige Menschheit mit den Nullen um sich, wie man es als
Zehnjährige beim DKT getan hat. Eh wurscht. In Österreich entzweit
man sich koalitionär gerade darüber, ob die "Vorbelastungen" der ÖBB
nun elf oder doch 65(!) Milliarden betragen. Gesichert ist derweil
nur, dass die ÖBB-Schulden anno 2011 um weitere 2,2 auf 20,6
Milliarden gestiegen sind. Eine "Leistung", für die die
Managementetage Boni und Golden Handshakes und externe Macher üppige
Beraterverträge lukrierten ...
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
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Tel.: 0463/512000-502
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