Weltspartag: BZÖ-Bucher fordert Umsetzung eines Bankkundenpaketes

Schluss mit Kunden-Abzocke der heimischen Banken

Wien (OTS) - Heftige Kritik an der "Kunden-Abzocke" der heimischen Banken übt BZÖ-Bündnisobmann Klubobmann Josef Bucher am heutigen Weltspartag. "Die Banken nehmen Milliarden an Steuerzahlergeld in Anspruch, die Bankmanager kassieren Millionengagen, aber bei den Kunden wird in allen Bereichen massiv abkassiert. Darüber können auch ein paar Plüschbären und sonstige Werbegeschenke am Weltspartag nicht ablenken."

Bucher verweist in diesem Zusammenhang auf die Spanne zwischen den Soll- und den Habenzinsen bei Girokonten. "Während es auf Einlagen einen historisch niedrigen Tiefstand von 0,125 Prozent gibt, werden bei Kontoüberziehungen im Mittel 9,625 Prozent Zinsen verrechnet. Das ist eine eiskalte Abzocke der Bankkunden!", so Bucher.

Empört zeigt sich der BZÖ-Chef, dass die Banken nur minimale Steuern zahlen. "Während Unternehmen volle 25 Prozent Körperschaftssteuer bezahlen, liegt die Realbesteuerung der Kreditinstitute nur bei sieben Prozent. Gleichzeitig haben die Banken sogar 160 Millionen Euro an Steuerschulden."

Bucher fordert daher die Umsetzung eines Bankkundenpaketes:

1. Trennung von Kommerzbanken und Investmentbanken: Die unscharfe Trennung und auch die Durchmischung innerhalb der Institute geht zulasten der Kunden. Kleine Sparer und Kreditnehmer zahlen über höhere Gebühren und Zinsen die Verluste des Investment-Banking-Bereichs. Die Einlagensicherung soll dann nur mehr für die Kommerzbanken gelten.

2. Maximale fünf Prozent Spanne zwischen Soll- und Habenzinsen: Eine solche Forderung wurde in Deutschland auch von der SPD erhoben.

3. Steuervorauszahlung für Banken: Auch die Banken müssen einen angemessenen Steuerbetrag zahlen.

4. Haftungsfonds für KMU: Aufgrund von Basel III ist zu befürchten, dass KMU keine Kredite mehr erhalten. Das BZÖ verlangte einen solchen Haftungsfonds, um die Überbrückungsfinanzierung der kleinen und mittleren Wirtschaft sicherzustellen.

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