SPÖ-Nein zur Einführung des Agrosprits E10

Makor: "E10 wäre ein umwelt- und sozialpolitisches Eigentor!"

Linz (OTS) - Gegen die Einführung des Agrotreibstoffes E10 in Österreich spricht sich der Umweltsprecher der SPÖ im Oö. Landtag, Landtagsabgeordneter Christian Makor aus.
Medienberichten zufolge plant Landwirtschaftsminister Berlakovich, den E10-Treibstoff (Benzin mit 10 Prozent Biosprit-Beimischung) 2012 in Österreich einzuführen. Dies gehe aus einem geheimen Stufenplan des Ministeriums gemeinsam mit der Industrie hervor.

Schon in den vergangenen Jahren hat sich der SPÖ-Klub im Oö. Landtag mehrfach gegen die Erhöhung bzw. Einführung des Agrotreibstoffes eingesetzt. "Das von der Agroindustrie gern gezeichnete Bild des ökologischen Treibstoffes vom Acker vor der eigenen Haustür ist ein Ammenmärchen. Denn derartige Agrotreibstoffe sind keine wirklich umweltfreundliche Lösung. Der Anbau von Energiepflanzen vornehmlich in Entwicklungsländern führt zu industriellen Monokulturen unter massivem Einsatz von klimaschädigenden Düngemitteln. Darüber hinaus führt es in der Folge zu einer weiteren Verteuerung der Lebensmittelpreise und das, obwohl jetzt schon mehr als eine Milliarde Menschen hungert", weiß Makor.

Der als umweltfreundlich angepriesene Biotreibstoff stellt in Wirklichkeit eine Belastung für die Umwelt dar und wäre ein fatales umweltpolitisches Eigentor!", stellt Christian Makor weiter fest. Zusätzlich führt die gesteigerte Nachfrage an Rohstoffen gleichzeitig zu einem größeren Bedarf an Agrarland, treibt so die Abholzung des Regenwalds voran und gefährdet damit den Lebensraum zahlreicher vom Aussterben bedrohter Tierarten. "Die Einführung von E10 ist daher nach Ansicht der SPOÖ strikt abzulehnen!", so Makor.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Landtagsklub
Mag.a Barbara Holzbauer
Tel.: 0732/7720-11745

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001