Mitterlehner will Handelsvolumen mit China verdoppeln

Besuch von Chinas Staatspräsident in Österreich: Wirtschaftsminister forciert Ausbau der Handelsbeziehungen - Neue Chancen durch Öko-Innovationen

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
betonte am Montag im Rahmen des Besuchs des chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao in Österreich das enorme Ausbaupotenzial der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. "In den nächsten fünf Jahren wollen wir das Handelsvolumen zwischen Österreich und China auf 17 Milliarden Euro verdoppeln. Im Rahmen unserer Internationalisierungsoffensive, die auf eine stärkere Diversifizierung in Richtung neuer Märkte und Produkte setzt, nimmt China eine Schlüsselrolle ein", sagte Mitterlehner, der heute nach dem Österreichisch-Chinesischen Wirtschaftsforum in der Wirtschaftskammer Österreich auch am offiziellen Delegationsgespräch in der Hofburg bei Bundespräsident Heinz Fischer teilnehmen wird. Derzeit haben schon 600 österreichische Unternehmen in China eine Niederlassung. Das Interesse ist ungebrochen. Am heutigen Wirtschaftsforum nehmen 375 Vertreter von Unternehmen teil.

Schon jetzt ist China Österreichs wichtigster Handelspartner in Asien und nach den USA der zweitwichtigste Absatzmarkt außerhalb Europas. "In China trifft das große Know-how unserer Unternehmen in vielen Bereichen auf eine stark steigende Nachfrage. Gerade bei Öko-Innovationen deckt sich unsere Technologieführerschaft zunehmend mit dem Bedarf und den Prioritäten Chinas", betonte Mitterlehner. Dazu passt auch die heutige Unterzeichnung zweier Memoranda of Understanding (MoU) durch Mitterlehner. Einerseits wird die gemeinsame Absichtserklärung für die Zusammenarbeit in den Bereichen Energieeffizienz und Umweltschutz verlängert, andererseits wird via MoU vereinbart, eine Arbeitsgruppe für ein neues chinesisch-österreichisches Ökopark-Projekt einzurichten.

Weitere Chancen für einen Ausbau der Zusammenarbeit gibt es neben dem Bereich der Öko-Innovationen insbesondere in den Branchen Infrastruktur, Hochtechnologie, Maschinen und Anlagenbau sowie bei wissensintensiven Dienstleistungen. "Damit können wir unsere Exportmärkte weiter diversifizieren und in Ländern wie China punkten, die im Gegensatz zu Europa noch hohe Wachstumsraten haben", so Mitterlehner.

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und China haben sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr dynamisch entwickelt:
Seit 2005 hat sich das Volumen der Handelsbeziehungen verdoppelt und 2010 den Rekordwert von 8,2 Milliarden Euro erreicht. Damit ist die Volksrepublik China der wichtigste Handelspartner Österreichs in Asien und steht nach den USA an zweiter Stelle der österreichischen Überseemärkte. Sowohl die österreichischen Exporte (+40 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro) als auch die Importe aus China (+21 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro) konnten im Vorjahr zweistellige Zuwächse verzeichnen. In den ersten sieben Monaten 2011 setzte sich die positive Entwicklung fort. So sind die österreichischen Exporte um 5,5 Prozent gestiegen, die Importe um 21,6 Prozent.

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