Papst betont Vorfreude auf seine Afrikareise in drei Wochen

Ad-limina-Besuch der Bischöfe Angolas und Sao Tomés - Benedikt XVI. warnt vor gefährlichen Formen der Inkulturation wie etwa Fetischismus-Praktiken

Vatikanstadt, 29.10.11 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat am Samstag seine Vorfreude über seine bevorstehende Afrika-Reise in drei Wochen ausgedrückt. Bei einer Ansprache an die Bischöfe Angolas und Sao Tomés, die gerade ihren Ad-Limina-Besuch absolvieren, betonte der Papst, er hoffe, demnächst in Benin den Text der Apostolischen Exhortation der Afrikasynode vorstellen zu können. Gleichzeitig erinnerte Benedikt XVI. an seinen Besuch in Angola vor zwei Jahren.

Der Papst unternimmt vom 18. bis 20. November eine Pastoralreise in den westafrikanischen Staat Benin. Bei seinem zweiten Afrikabesuch wird er das Schlussdokument der Afrikasynode vom Oktober 2009 veröffentlichen. Zudem feiert er mit den Gläubigen den Beginn der katholischen Mission in dem westafrikanischen Land vor 150 Jahren. Benedikt XVI. folgt mit der Reise einer Einladung von Staatspräsident Yayi Boni und seiner Regierung sowie der Bischofskonferenz von Benin. Die Afrikasynode hatte vom 4. bis 25. Oktober 2009 im Vatikan unter dem Motto "Die Kirche in Afrika im Dienst für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden" getagt. Das Schlussdokument soll Grundlage für die Pastoral der Kirche in den kommenden Jahren sein.

In seiner Ansprache vor den Bischöfen Angolas und Sao Tomés am Samstag verwies der Papst auf die Bedeutung des im Oktober 2012 beginnenden "Jahres des Glaubens" auch für die Kirche Afrikas. Gleichzeitig warnte er vor Fehlformen einer Inkulturation, etwa wenn christliche und fetischistische Praktiken vermischt würden.

Viele dieser Praktiken seien absolut unvereinbar mit dem Glauben, warnte Benedikt XVI. So würden etwa Kinder, Behinderte oder Alte in einigen Fällen marginalisiert, ausgestoßen oder gar getötet.

Das Thema Hexenwahn und Aberglauben wird Informationen zufolge auch im Synoden-Abschlusstext eine Rolle spielen. Afrikanische Bischöfe hatten sich bei der Synode 2009 im Vatikan detailliert dazu geäußert.

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