Schieder bei Schul-Diskussion: Demokratie ist nie einfach

Teil 2 der ÖGfE-Diskussionsserie "Die EU, die Bundesregierung und DU"

Wien (OTS/SK) - Staatssekretär Andreas Schieder hat am Freitag mit 120 Schülerinnen und Schülern des Wiener Goethe-Gymnasiums, seiner ehemaligen Schule, intensiv die Themen Griechenland, Schulden, die globale Wirtschaft und eine mögliche Erweiterung der EU diskutiert. "Wenn Griechenland pleitegeht, ist unser Geld verloren. Lohnt sich das?", "Hat "Occupy Wallstreet" in Europa eine Chance?", "Wie kann jemand die Reisefreiheit nützen, wenn er gar kein Geld zum Reisen hat?" oder "Wird sich die EU in Zukunft dem wirtschaftlichen Druck der Chinesen beugen müssen?" waren nur einige Fragen, denen sich der Staatssekretär stellte. ****

"Die massiven Sparmaßnahmen bringen auch soziale Kosten mit sich und ein Kaputtsparen wäre kontraproduktiv. Mit unserer Hilfe stellen wir sicher, dass Griechenland die nötige Zeit hat, wieder auf die Beine zu kommen. Auch in Österreich und anderen EU-Ländern müssen wir schrittweise Schulden abbauen, ohne das eigene Wirtschaftswachstum zu gefährden. Dabei muss auch der Finanzsektor seinen gerechten Beitrag leisten und auch stärker geregelt werden", sagte Schieder.

Bezüglich dieser Regelungen hob der Staatssekretär vor allem die Finanztransaktionssteuer hervor: "Österreich hat in der EU bereits viel Überzeugungsarbeit für eine europäische Finanztransaktionssteuer geleistet, die einen entscheidenden Schritt zu mehr Stabilität bedeuten wird."

Danach gefragt, warum die EU sehr oft vor den USA Angst zu haben scheint, meinte Schieder: "Insgesamt ist die EU die stärkste Volkswirtschaft der Welt mit dem durchschnittlich höchsten Bildungsniveau und einer guten sozialen Absicherung. Für dieses erfolgreiche Modell sollten wir uns auch weltweit gemeinsam einsetzen. Die Entscheidungsfindung dauert zwar mitunter lang und wir brauchen effizientere Strukturen in der EU, aber es ist mir lieber, die Demokratie ist nicht einfach, als es gibt sie nicht!" (Schluss) bj

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