"Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft Kärnten" fordert gerechteres Ausgleichszahlungsmodell ab 2014

Bauernbund hantiert mit falschen Zahlen

Klagenfurt (OTS) - Die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft räumt mit der Mär des Bauernbundes auf, wonach in Österreich höchste Ausgleichszahlungen an die Bauern gezahlt werden. "In Wirklichkeit liegt Österreich nicht einmal im Mittelfeld", zeigt der LK-Spitzenkandidat, Vizepräsident, FPK-LAbg. Peter Suntinger auf und belegt dies auch mit Zahlen. Während in Österreich der Mittelwert der Betriebsprämie pro Hektar und Jahr bei 289 Euro liegt, erhalten Belgiens Bauern durchschnittlich 414 Euro und der EU-Durchschnitt beträgt 291 Euro.

"Fälschlicherweise rechnet der Bauernbund nämlich auch die Umweltmaßnahmen des ÖPUL zu den Ausgleichszahlungen und gaukelt so falsche Tatsachen vor", kritisiert Suntinger. Bei den ÖPUL-Prämien handle es sich nämlich um Entgelte für tatsächlich erbrachte Leistungen und nicht um Ausgleichszahlungen für nicht kostendeckende Produktpreise. Dies sei auch vom damaligen ÖVP-Landwirtschaftsminister Josef Pröll so bestätigt worden, klärt Suntinger auf.

Die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft stellt einmal mehr das derzeitige Modell der Ausgleichszahlungen, das vor allem die Agrarkonzerne sowie die Agrarindustrie unterstützt, in Frage und sieht sich in ihrer Kritik auch vom EU-Rechnungshof bestätigt. Der EU-Rechnungshof rügt auch die Tatsache, dass die Agrarbetriebsprämie "Personen und Einrichtungen, die keine oder nur eine marginale landwirtschaftlicheTätigkeit ausüben", zufließt und die derzeitige Regelung auch zu keiner umweltfreundlichen Landwirtschaft beiträgt. Er empfiehlt, die derzeit geltenden Rechtsvorschriften dahingehend abzuändern, dass die Betriebsprämie aktiven Betriebsinhabern zukommt und so berechnet wird, dass sie auf den aktuellen Bewirtschaftungsbedingungen in den verschiedenen Regionen beruhen. "Wir verlangen daher ein neues gerechteres Ausgleichszahlungsmodell ab 2014", so Suntinger. "Künftig muss gewährleistet sein, dass die tatsächlich produzierenden Bauern unterstützt werden und vom derzeitigen ungerechten Prämienmodell abgegangen wird, damit auch weiterhin eine flächendeckende Landwirtschaft landes- und bundesweit möglich wird", schließt Suntinger.

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