"profil": Verdachtsmomente der US-Behörden gegen den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly wurden in den Telekom-Akt aufgenommen

Interne Revision des US-Konzerns Motorola recherchierte schon 2009 in Österreich

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Wien die von der Finanzmarktaufsicht Österreich auf Basis von Erkenntnissen der US-Behörden erstattete Anzeige gegen den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly in den Telekom-Akt aufgenommen. Laut Recherchen der internen Revision des US-Elektronikkonzerns Motorola und der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) soll Mensdorff von Motorola seit 2004 rund 2,2 Millionen Euro kassiert haben. In der Sachverhaltsdarstellung, welche die FMA im Februar bei der Staatsanwaltschaft deponierte, heißt es, die Zahlungen an Mensdorff sollen laut Motorola offiziell "für Treffen mit "governement officials", Entwicklung erfolgreicher Geschäftsmodelle und Public Relations sowie Einholung von Informationen ("intellegence gathering") verwendet worden sein. Im Zuge der internen Ermittlungen stellte Motorola Inc. allerdings Beweise sicher, wonach "certain governement officials" durch die Anstrengungen von Herrn Alfons Mensdorff Pouilly Geschenke, Gratisurlaube und Jobs erhalten haben sollen."

Die Erkenntnisse von Motorola und SEC waren der FMA im Februar dieses Jahres im Zuge der gegenseitigen Amtshilfe zugeleitet worden. Die internen Prüfer von Motorola waren aber bereits im Sommer 2009 in Österreich, um bei ehemaligen Mitarbeitern des Innenministeriums und "Tetron" Informationen über Mensdorff, dessen Kontakte ins Innenressort und dessen Gesellschaften einzuholen. Mensdorffs Anwalt Harald Schuster hält gegenüber "profil" fest, dass sein Mandant mit den US-Erkenntnissen noch nicht konfrontiert worden sei.

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