Im Bewusstsein bald sterben zu müssen: Lebensqualität am Lebensende

Wien (OTS) - Rund um Allerheiligen und Allerseelen machen sich
viele Menschen auch Gedanken über ihre eigene Vergänglichkeit, über Leben und Lebensende. Besonders schwer ist diese Zeit für Menschen, die bereits in dem Bewusstsein leben, bald sterben zu müssen, die nicht wissen, ob sie das nächste Weihnachtsfest noch erleben -Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt, die mit lebensbegrenzenden Erkrankungen in Spitälern, Pflegeheimen oder auch noch in ihrem eigenen Heim leben.

Palliative Care ist in den vergangenen Jahren zu einem international gebräuchlichen Begriff für die Betreuung von Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt geworden. Wörtlich übersetzt bedeutet Palliative Care "lindernde Betreuung".

Ziel von Palliative Care ist immer, Beschwerden und Leiden der betroffenen PatientInnen auf ein Minimum zu reduzieren. Dadurch soll ihnen ein möglichst angenehmes, würdevolles und selbstbestimmtes Leben sowie größtmögliche Selbstständigkeit bis zu ihrem Tod ermöglicht werden.

Die Aufgabe der Physiotherapie:
Erhaltung der Selbstständigkeit ist Erhaltung der menschlichen Würde

Der Physiotherapie kommt in der modernen Palliativ-Betreuung eine zentrale Bedeutung zu. Die meisten PatientInnen, die sterbend krank sind, leiden vorrangig an körperlichen Einschränkungen und am Verlust von Aktivitäten des täglichen Lebens. Der Verlust an Selbstständigkeit bedeutet zumeist auch einen Verlust an menschlicher Würde.

Hier spielt die Physiotherapie eine entscheidende Rolle zur Erhaltung der Lebensqualität der Betroffenen. Sich selbstständig aufsetzen zu können, sich selbstständig kämmen oder auf die Toilette gehen zu können - kurzum: elementare Lebensfunktionen bestmöglich zu erhalten - ist die Aufgabe der Physiotherapie. Atemnot, Ödeme und Schmerzen zu lindern bzw. zu behandeln, sind wesentliche Kriterien für die Lebensqualität am Lebensende.

Die palliative Physiotherapie in Form von Linderung von belastenden Symptomen und Begleitung der PatientInnen und deren pflegenden Angehörigen bildet daher einen wichtigen Baustein in der multiprofessionellen palliativen Versorgung.

Eine entsprechende Betreuung ist allerdings meist nur in einschlägigen Hospiz-Einrichtungen gegeben. Außerhalb dieser Einrichtungen werden viele PatientInnen (z.B. in der Geriatrie) offiziell nicht als Palliativ-PatientInnen geführt.

In Österreich ist die Physiotherapie leider noch immer kein fester Bestandteil mobiler Palliativteams. Diese Palliativversorgung zu Hause wird zwar mittlerweile fast flächendeckend in Österreich angeboten, allerdings nur durch mobile Krankenschwestern und -pfleger und ÄrztInnen. Bei einer physiotherapeutischen Betreuung müssen die PatientInnen für einen Großteil der Kosten selbst aufkommen.

Weitere Informationen zum Thema Palliative Care sowie den PatientInnenfolder "Palliative Physiotherapie" finden Sie auf der Website von Physio Austria, dem Bundesverband der PhysiotherapeutInnen Österreichs: www.physioaustria.at

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