LR Ragger: Statt einem großen, viele kleine sozialpädagogische Zentren

LHStv. Scheuch: Für das BFZ Lösung im Sinne der UNO- Behindertenrechtskonvention

Klagenfurt (OTS) - "Wir können nicht ein Konzept weiterführen, das der UNO- Behinderten-rechtskonvention widerspricht. Diese verbietet uns, Menschen mit Assistenzbedarf in großen Zentren zusammenfassen und sie damit zu separieren. Wir haben vielmehr den Auftrag, eine möglichst wohnortnahe Ausbildung und Versorgung sicherzustellen. Diese sollte möglichst inklusiv, d.h. ohne Abgrenzung von anderen, im allgemeinen Schulsystem stattfinden."

So weisen Schul- und Bildungsreferent LHstv. DI Uwe Scheuch und Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger darauf hin, dass eine Redimensionierung des Umbaues des BFZ (Behindertenförderungszentrum) in Klagenfurt dringend notwendig ist. Sie appellieren an alle Kritiker, zu prüfen, ob sie mit dem Bestehen auf die ursprünglichen Ausbaupläne nicht gegen Erkenntnisse moderner Behindertenpolitik verstoßen.

Der Standort des BFZ stehe dabei nicht zur Diskussion, lediglich eine Anpassung des nicht mehr zeitgemäßen Gebäudes werde durchgeführt. Alle Kinder sollten möglichst nahe an ihrem Wohnort eine Ausbildung absolvieren. "Dafür haben wir die Voraussetzungen in den vergangenen drei Jahren geschaffen, indem wir in allen Bezirken neue Einrichtungen für Beeinträchtigte geschaffen haben. Es ist daher nicht mehr notwendig und sinnvoll, dass Kinder aus ganz Kärnten nach Klagenfurt ins BFZ pendeln müssen", betont Ragger. Für ihn steht die Reintegration der Kinder in die Heimatbezirke im Vordergrund. Statt einem großen sozialpädagogischen Zentrum in Klagenfurt werde es mehrere Inklusionszentren an Schul- und Hortstandorten in allen Bezirken geben.

Die Umsetzung der regionalen Inklusionszentren müsse systemisch geplant werden und kann frühestens im Schuljahr 2013/14 umgesetzt werden. Auf die Auswahl regionaler Schulstandorte (regionale Inklusionszentren), die räumlich und personell adäquate Rahmenbedingungen aufweisen, d.h. Kleinklassen für 5-7 Kinder, Doppelbesetzung im Unterricht, gleiche Rahmenbedingungen für die Nachmittagsbetreuung, Installierung eines mobilen therapeutischen Dienstes, wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Damit soll gewährleistet werden, dass das Leistungsangebot qualitativ beibehalten wird.

Scheuch betont abschließend, dass in den neuen Zentren erstmals auch eine Nachmittagsbetreuung für behinderte Kinder umgesetzt wird. Kärnten nehme damit eine Vorreiterfunktion in ganz Österreich ein.

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