WKÖ-Vize RfW-BO Amann: "Förderoffensive" für mehr Fachkräfte ist eine "Mogelpackung" der Sonderklasse

Die "Aushungerei" der betrieblichen Lehrlingsausbildung werde mit diesen Maßnahmen fortgeschrieben. Nur ein "Blum Bonus Neu" könne die Qualität der betrieblichen Ausbildung garantieren.

Wien (OTS) - "Was die Minister Mitterlehner und Hundstorfer heute als Krisenprävention und vor allem als Förderoffensive für mehr Fachkräfte verkauft haben, ist eine Mogelpackung der Sonderklasse", so WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann. Die "Aushungerei" der bewährten betrieblichen Lehrlingsausbildung werde mit diesen Maßnahmen jedenfalls fortgeschrieben, während in die Hundstorfersche "Parallelwelt" der staatlich-politisch kontrollierten überbetrieblichen Lehrausbildungsstätten (ÜLA) weiterhin Steuergeld gepumpt werden. "Der einzig richtige Weg, um die Qualität der betrieblichen Ausbildung zu garantieren, ist und bleibt die Einführung des "Blum Bonus Neu". Alles andere ist Augenauswischerei", so Amann.

"11,5 Millionen an zusätzlichen Mitteln für die Lehrlingsausbildung als große Offensive abzufeiern, während die betriebliche Lehrlingsausbildung kaputtgekürzt wurde und wird, dazu braucht es schon ein gerüttelt Maß an Abgehobenheit und Wirtschaftsferne", so Amann in Richtung Wirtschaftsminister Mitterlehner. Job-Coachings als große Innovation zu preisen, sei zudem schlicht kühn - das gibt es nämlich schon längst. Dass Teile der Meisterprüfung rückvergütet werden sollen, gehe zumindest einmal in die richtige Richtung. Allerdings müssten die Kosten für Gesellen- und Meisterprüfung zur Gänze von der öffentlichen Hand getragen werden, wie es bei der Matura der Fall ist. Das wäre fair.

"Wie Amtskollegin Schmied in ihrem Ressort betreiben auch die Herren Mitterlehner und Hundstorfer nur Kosmetik: Schmied tauscht das Türschild HS gegen eines mit NMS aus, die eigentliche Problematik, dass junge Menschen vielfach an den Anforderungen in der Wirtschaft "vorbeigebildet" werden, bleibt bestehen. Auch die Herren Hundstorfer und Mitterlehner glauben offensichtlich, es reicht, ein Haus mit etwas Farbe zu bepinslen, um es damit als saniert verkaufen zu können", so Amann.

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