LR Anschober: Klaus wird sich noch wundern, radikale tschechische Atompläne werden gestoppt

Linz (OTS) - "Herr Klaus versucht keine Gelegenheit zur
Provokation auszulassen. Er versucht die Atomfrage wieder zu einer rein nationalistischen Auseinandersetzung zu machen - anders können seine provokanten Aussagen nach seinem Oberösterreich-Besuch nicht erklärt werden. Aber wir werden nicht in diese Falle tappen. Klaus wird sich noch wundern - die radikalen Ausbaupläne werden an einer starken Allianz Oberösterreichs mit Bayern und Deutschland, vor allem aber mit jener Mehrheit der tschechischen Bevölkerung, die gegen einen Atomausbau ist, scheitern", ist Oberösterreichs Grüner Umweltlandesrat Rudi Anschober optimistisch.

Teile der tschechischen Regierung wollen bis Jahresende ein Energiekonzept beschließen, das den Neubau von bis zu 18 (!!!) Atomreaktoren vorsieht, das den Atomstromanteil auf bis zu 87 Prozent erhöhen will, den Uranabbau forcieren und ein Endlager schaffen will. Dieser Radikalplan führt jedoch auch in Tschechien zu immer mehr Uneinigkeit, Kritik und Ablehnung.
Anschober:"Wir arbeiten daher an einer starken Allianz mit diesen KritikerInnen in Tschechien. Unser erster Partner ist die kritische Bevölkerung Tschechiens. Diese Mehrheit sowie Bayern und Deutschland sind starke Partner für unseren Widerstand."

Heftige Kritik übt Anschober jedoch an der österreichischen Bundesregierung, die den radikalen Plänen eines Teils der tschechischen Regierung jedoch noch immer völlig tatenlos zusieht. Anschober fordert daher sofortige Direktverhandlungen der österreichischen mit der tschechischen Regierungsspitze, Rechtsschritte gegen die europarechtswidrige UVP für den Ausbau von Temelin, eine Initiative der Bundesregierung gegen die europarechtswidrigen Energiepläne bei der EU-Kommission sowie eine Initiative für Anhörungen zur Temelin-UVP in den Bundesländern sowie für ein europaweites Umweltverfahren mit Bürgerbeteiligung zum tschechischen Energiekonzept. "Wenn die Regierungsspitze angesichts der Radikalpläne weiter schweigt, dann hat sie jede Glaubwürdigkeit ihrer nach Fukushima wiederwachten Anti-Atomrhetorik verspielt", betont Anschober.

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