Musiol: Schule und Kindergarten müssen Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen

Grüne fordern rascheren Ausbau der Betreuungsplätze

Wien (OTS) - Die Defizite im aktuellen Bildungssystem haben
negative Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zu wenige Betreuungsplätze und fehlende Nachmittags- und Ferienangebote schränken die Berufstätigkeit der Eltern massiv ein. Das ergibt eine Umfrage des Market-Instituts im Auftrag des Volksbegehrens Bildungsinitiative. "All jene Aufgaben, die aus Zeitmangel nicht in der Schule erledigt werden, müssen dann mit den Eltern zu Hause gemacht werden. Wir brauchen daher mehr Tempo beim Ausbau der Betreuungsplätze und längere Öffnungszeiten", fordert Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen anlässlich der heutigen Präsentation der Studie.

Die Mängel im Bildungssystem hätten nicht nur negative Auswirkungen auf die Chancengleichheit von Kindern, sie würden auch deren Eltern im Berufsalltag vor große Probleme stellen. "Wir brauchen eine Bildungsreform, die die Chancengleichheit der Kinder garantiert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert. Denn Bildung ist keine Privatangelegenheit, sondern eine gesellschaftspolitische Zukunftsfrage", sagt Musiol. Die Familiensprecherin merkt außerdem an, dass die Vereinabarkeitsfrage allzuoft den Frauen allein überlassen wird. Aber selbst engagierte Väter, die sich selbstverstaendlich an der Kinderbetreuung beteiligen wollen, scheitern oft an den Arbeitsbedingungen und den Betreuungsmöglichkeiten.

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