TeilnehmerInnen am Jugendparlament 11/11 stehen fest 99 SchülerInnen aus Salzburg werden Abgeordnete für einen Tag

Wien (PK) - Vier Schulklassen der 9. Schulstufe aus dem Bundesland Salzburg können am 25. November 2011 hautnah erleben, was es bedeutet, selbst gesetzgeberisch tätig zu sein. Als TeilnehmerInnen am Jugendparlament 11/11 erhalten sie schließlich die Gelegenheit, alle Stationen, die ein Gesetz bis zu seiner Beschlussfassung im Nationalrat durchlaufen muss, kennenzulernen. Ausgewählt wurden die Schulklassen aufgrund ihrer zum Thema "Was bedeutet Demokratie für dich und deine KlassenkollegInnen?" eingesandten Bewerbungsbeiträge. Die Jury entschied sich vor diesem Hintergrund für die 5B des Bundesgymnasiums Zell am See, die 5E des Akademischen Gymnasiums Salzburg, die 1. NHK der Handelsakademie St. Johann im Pongau und die Polytechnische Schule Taxenbach: Sie konnten mit überaus originellen und kreativen Beiträgen überzeugen.

Ihre Teilnahme am Jugendparlament sicherte sich die 5B des Bundesgymnasiums Zell am See durch Einsendung eines "Demokratoons" betitelten und mit verschiedenen stilistischen Mitteln der Malerei gestalteten Cartoonbuchs. Der Beitrag, der fächerübergreifend in den Gegenständen Bildnerische Erziehung und Geschichte erarbeitet wurde, setzt sich mit verschiedenen Facetten der Demokratie auseinander und skizziert in Form witzig-ironischer Dialoge mitunter auch die Schwächen dieser Regierungsform.

Die 5E des Akademischen Gymnasiums Salzburg präsentiert in ihrem originellen Filmbeitrag verschiedene Zugänge zur Frage, was Demokratie bedeuten kann. Dabei spannen die SchülerInnen einen Bogen vom heute vorherrschenden individuellen Demokratieverständnis bis hin zu den Wurzeln dieser Regierungsform im antiken Griechenland, die dementsprechend auch auf Griechisch vorgetragen werden. Als wahrer "deus ex machina" tritt schließlich ein "Mr. Demokratie" auf, der "Keine Korruption!" und "Pressefreiheit!" fordert.

Die 1. NHK der Handelsakademie aus St. Johann im Pongau behandelt in ihrem szenisch konsequent umgesetzten Filmbeitrag tagesaktuelle Probleme wie Arbeitslosigkeit. In einem in Versform vorgetragenen Dialog treffen dabei die stereotypen Figuren des "Politikers", "Kritikers" und "Arbeitslosen" aufeinander.

Mit einer Fotocollage und einem überaus überzeugenden Motivationstext bewarb sich die Polytechnische Schule Taxenbach um die Teilnahme am Jugendparlament 11/11. Darin setzen sich die Jugendlichen mit der Frage auseinander, wie Demokratie an ihrer Schule gelebt wird.

Jugendparlament 11/11: Ein Tag voller Herausforderungen

Im Rahmen des Jugendparlaments am 25. November beraten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in eigenen Klubs über eine Gesetzesvorlage, die sie in anschließenden Ausschusssitzungen mittels Abänderungsanträgen und Entschließungen modifizieren und so für das Nationalratsplenum beschlussfertig machen können. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jedoch auch Allianzen geschlossen und andere Klubs von eigenen Standpunkten überzeugt werden: Schließlich kommt die Verabschiedung eines Gesetzes nur dann zustande, wenn es dafür eine entsprechende Mehrheit gibt. Dass im Rahmen des Jugendparlaments außerdem noch Reden für das Nationalratsplenum erarbeitet und die Fragen interessierter JournalistInnen beantwortet werden müssen, versteht sich beinahe von selbst: Die Tätigkeit eines/-r Abgeordneten ist schließlich äußerst vielfältig.

Um sicherzustellen, dass die im Hohen Haus üblichen Abläufe eingehalten und alle Aufgaben entsprechend erfüllt werden können, stehen den Schülerinnen und Schülern an ihrem großen Tag im Hohen Haus "echte" MandatarInnen und MitarbeiterInnen der Parlamentsdirektion mit Rat und Tat zur Seite. Da die Jugendlichen bereits am Vortag, dem 24. November 2011, anreisen, steht nicht nur ausreichend Zeit zum Kennenlernen der Räumlichkeiten des Parlaments, sondern auch zur Vorbereitung auf das zu diskutierende Thema zur Verfügung.

Das Jugendparlament soll das politische Interesse von SchülerInnen, die gerade das Wahlalter erreichen, fördern und möchte Hintergrundwissen, das zum Verständnis parlamentarischer Abläufe erforderlich ist, vermitteln. Zur Bewerbung sind jeweils Schulklassen aus jenem Bundesland eingeladen, das in der Länderkammer den Vorsitz führt: Im zweiten Halbjahr 2011 ist das Salzburg.

Weitere Detailinformationen zum Jugendparlament finden sich unter www.reininsparlament.at. (Schluss)

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