BSA: Leistung, nicht Herkunft muss zählen

Präsentation des BSA-Bildungsmanifests gemeinsam mit AKS und VSStÖ

Wien (OTS) - Heute, Donnerstag, präsentierte BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny das BSA-Bildungsmanifest als umfassendes Gesamtkonzept, das die sozialdemokratische Vision eines gerechten, leistungsstarken und für alle zugänglichen Bildungssystems entwirft. Mailath betonte: "Der sozialen Selektion im Bildungssystem muss entgegengewirkt werden, weil Leistung, nicht Herkunft zählt. Dazu gehört beispielsweise die gemeinsame Ganztagsschule der 6-14-jährigen. In diesem Zusammenhang sprechen wir uns für die Abschaffung der Ziffernnoten aus und wollen stattdessen ein differenziertes Feedbacksystem für SchülerInnen." Gemeinsam mit Stefan Wenka, Vorsitzender der BMHS-LehrerInnen im BSA, forderte Mailath auch eine Reform der LehrerInnenausbildung: "Alle LehrerInnen der Volksschule sowie der Sekundarstufe Eins und Zwei sollen auf universitärem Niveau mit einem Master-Abschluss ausgebildet werden. Zudem müssen Alternativen zum Frontalunterricht verstärkt eingesetzt werden - in der Oberstufe soll ein Kurssystem zum Einsatz kommen."

"Bildungseinrichtungen müssen nicht nur Wissen, sondern auch demokratisches Bewusstsein vermitteln. Daher muss die Mitbestimmung von SchülerInnen und StudentInnen gewährleistet sein", fordern Mirijam Müller, Vorsitzende des Verbands sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und Eleonora Kleibel, Vorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen (AKS). "Wir begrüßen die Forderung des BSA nach der Direktwahl von Landes- und BundesschülerInnenvertretung sowie nach der Einführung eines Klassenrats", so Kleibel. Auch Müller unterstrich: "Die Wiedereinführung der ÖH-Direktwahl ist uns ein zentrales Anliegen. Auch die Forderung nach verstärkter studentischer Mitbestimmung im Senat unterstützen wir voll."

"Bildung ist zentrale Aufgabe für eine Gesellschaft. Der Staat muss seine Verantwortung wahrnehmen und sicherstellen, dass jede und jeder, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Background, Zugang zu hochqualitativer Bildung hat, denn Bildung steht allen zu", so Mailath, Wenka, Kleibel und Müller abschließend.

Ein Foto in druckfähiger Auflösung sowie das Programm zum Download findet sich auf
http://www.bsa.at/aktuell/bsa-leistung-nicht-herkunft-muss-zaehlen/.

Die wichtigsten Forderungen des BSA-Bildungsmanifests in Kürze:

- Gemeinsame Ganztagsschule der 6-14-jährigen ohne Ziffernnoten Einführung eines Feedbacksystems sowie täglich ein kostenloses warmes Mittagessen für alle SchülerInnen.

- Kurssystem in der Oberstufe
Fördermaßnahmen bei Schwierigkeiten und verstärkter Einsatz von Alternativen zum Frontalunterricht (Projekte, Gruppenarbeiten, wissenschaftliches Arbeiten, Exkursionen). Die Durchlässigkeit zwischen Lehre und Schule muss durch bessere wechselseitige Anrechnung gestärkt werden.

- Schuldemokratie stärken
Direktwahl von LandesschülerInnenvetretung (LSV), BundesschülerInnenvertretung (BSV) und Unterstufen-SchülerInnenvertretung, flächendeckende Einführung des Klassenrats sowie regelmäßige SchülerInnenvollversammlungen.

- Universitäre Ausbildung für alle LehrerInnen
Alle LehrerInnen der Volksschule sowie der Sekundarstufe eins und zwei sollen auf universitärem Niveau mit Master-Abschluss ausgebildet werden. Auch KindergartenpädagogInnen sollen weitgehend in tertiären Bildungseinrichtungen ausgebildet werden.

- Erstellung eines österreichischen Hochschulplans
Anhebung des Universitätsbudgets auf 2 Prozent des BIP bis 2015, bessere Betreuungsverhältnisse, mehr Studienplätze und gezielte inhaltliche Schwerpunktsetzungen.

- Offener, kostenloser Hochschulschulzugang
Weitere Steigerung der sozialen Durchlässigkeit durch Ausweitung des Stipendienwesens und Erhöhung der Stipendien. Förderung von JungakademikerInnen durch 1.000 neue PostDoc-Stellen.

- Redemokratisierung der Universitäten
Einführung eines Faculty-Modells, verstärkte studentische Mitbestimmung im Senat und Wiedereinführung der ÖH-Direktwahl.

- Rechtsanspruch auf Bildungskarenz
Es muss ebenso einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung in der Arbeitszeit geben. Zur weiteren Förderung der Erwachsenenbildung soll ein Qualifizierungsstipendium eingeführt werden.

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