AK Test: Sparbuch & Co - Vorsicht, Zins- und Spesenfallen! 1

Zinsen am Sparbuch mickrig - Höhere Zinsen bei Direktbanken und Sparcards

Wien (OTS) - Die Sparbuch-Zinsen für jederzeit abhebbares Geld
sind im Keller - im Schnitt 0,125 Prozent. Sparcards, Direktbanken und eine längere Bindung bringen höhere Zinsen. Das zeigt ein AK Sparzinsentest bei 30 Banken und Direktbanken in Wien zum Weltspartag. "Die Finanzkrise hat die Konsumenten verunsichert", sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. "In unserer Beratung ist die Ein-lagensicherung auf dem Sparbuch jetzt wieder ein großes Thema. Einlagen sind mit 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert." Die AK verlangt bessere In-formationen: Die Einlagensicherung soll im Sparbuch eingedruckt werden. Kein falsches Mascherl für Sparprodukte: Sie sollen klar und einfach bleiben und auch wirklich Sparbücher oder Sparkonten sein.

Die Zinsen für täglich fällige Sparbücher liegen bei 0,062 bis 1,5 Prozent. "Achtung vor Spesenfallen", warnt Gabriele Zgubic. "Wer sein Sparbuch auflöst, dem können bis zu sieben Euro Schließungsspesen verrechnet werden." Für täglich fällige Sparcards oder Online-Sparkonten gibt es bei den Banken Zinsen von 0,125 bis 1,875 Prozent. "Konto-schließungs-, Kontoführungs- oder Kartengebühren bei den Sparcards können den Zins-ertrag ziemlich auffressen", so Zgubic.

Die Direktbanken bieten deutlich höhere Zinsen für täglich fällige Spareinlagen: 1,50 bis 2,50 Prozent. "Achten Sie, ob es Aktionszinssätze sind. Sie gelten nur kurz oder sind an Bedingungen geknüpft, etwa eine Mindesteinlage von etwa 5.000 Euro", so Zgubic.

Wer regelmäßig (monatlich oder im Quartal) Geld ansparen möchte, kann das mit dem Prämiensparbuch tun. Die Zinssätze sind variabel. Die Prämiensparbücher haben Lauf-zeiten von zum Beispiel zwei oder vier Jahren. Für zweijährige Prämiensparbücher zum Beispiel ist die Bandbreite beträchtlich: 0,375 bis 2,5 Prozent. "Vorsicht, wer vorzeitig Geld abhebt oder das Sparbuch auflöst, bekommt deutlich weniger Zinsen", weiß Zgubic.

Wer größere Beträge für eine längere Zeit nicht braucht, kann sie auf ein Kapitalspar-buch legen. Der Zinssatz für die Laufzeit ist fix. Ein laufendes Ansparen ist nicht möglich. Die Zinsunterschiede sind auch hier groß. So gibt es etwa für ein 12-monatiges Kapitalsparbuch Zinsen von 0,5 bis 2,75 Prozent, für 36 Monate 0,5 bis 3,75 Prozent. "Vergleichen zahlt sich aus. Wer 10.000 Euro anlegt, bekommt bei 0,5 Prozent einen jährlichen Zinsertrag von 50 Euro. Hingegen bringt ein Zinssatz von 2,75 Prozent einen Zinsertrag von 275 Euro ohne Abzug der Kapitalertragsteuer", betont Zgubic.

Tipps der AK Konsumentenschützer:
+ Vergleichen Sie die Sparzinsen. Verhandeln Sie mit Ihrer Hausbank über die Zinsen.
+ Achtung vor Zinsfallen bei gebundenen Sparbüchern, wenn sie vorzeitig Geld abheben. Die Vorschuss-Zinsenfalle beträgt ein Promille pro Monat des abgehobenen Betrages.
+ Einen Zinsenvergleich finden Sie unter www.ak-bankenrechner.at SERVICE: Den Sparzinsentest und mehr Tipps unter wien.arbeiterkammer.at (Forts.)

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