VSStÖ: Frauenförderung abzuschaffen ist Rückschritt ins 19. Jahrhundert

Streichung ist für junge Wissenschafterinnen fatal

Wien (OTS) - "Die Streichung des Frauenförderprogramms ist ein Schlag ins Gesicht für junge Wissenschafterinnen", so die Bundesvorsitzende des Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ), Mirijam Müller. "Gerade wenn man bedenkt, dass Frauen insbesondere beim Zugang zu Bildung seit jeher strukturell benachteiligt werden, ist es zynisch, jene Förderungen zu streichen, die dem entgegenwirken sollen", so Mirijam Müller weiter.

"Frauen stoßen im Bildungssystem auf eine unsichtbare aber bruchsichere gläserne Decke. Obwohl unter den Studienanfänger_innen noch über die Hälfte weiblich sind, sinkt der Frauenanteil bis zum Doktorat stetig - von der Professor_innenschaft ganz zu schweigen, denn hier sind nur noch ca. 17% weiblich. Gerade zum Zeitpunkt der Doktoratsarbeit ist der Spagat zwischen wissenschaftlicher Karriere und Familie ohne zusätzliche Unterstützung nicht möglich", so die Bundesvorsitzende weiter.

"Töchterle muss sich für ein Hochschulsystem einsetzen, das Gleichberechtigung zum Grundsatz hat. Doch die Gleichberechtigung kommt nicht von allein, dafür müssen konkrete Maßnahmen gesetzt werden, die insbesondere junge Wissenschafterinnen fördern. Derartige Förderprogramme zu streichen anstatt sie auszubauen ist absolut unverantwortlich und gleicht einem Rückschritt ins 19. Jahrhundert", so Müller abschließend.

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