Besuch des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf in Chile

Wissenschaftszusammenarbeit und Maßnahmen gegen Korruption im Mittelpunkt der Gespräche

Wien (OTS) - Ein sehr positives Zwischenresümee zieht der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) über seinen Arbeitsbesuch in Chile nach Gesprächen mit hochrangigen Politikern in der Hauptstadt Santiago. Mit dem Kongresspräsidenten Patricio Melero Abaroa von der stärksten Partei Union der unabhängigen Demokraten sprach Graf über wirtschaftliche Themen, über die aktuellen Studentenproteste in Chile sowie über die Beteiligung Chiles an der Anti-Korruptions-Akademie in Laxenburg. Melero Abaroa sicherte dabei zu, die Ratifizierung des Vertrags mit der Akademie voranzutreiben. Graf schlug für eine weitere Zusammenarbeit der Parlamente drei konkrete Maßnahmen vor, nämlich eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit der Parlamente zu unterzeichnen, wie sie zwischen Chile und Spanien bereits besteht, einen Austausch bei der Evaluierung der Gesetzgebung durchzuführen sowie eine Zusammenarbeit im Bereich der Alternativenergie. Der Kongresspräsident möchte diese Vorschläge aufgreifen und kündigte einen Gegenbesuch in Österreich an. Zum Abschluss des Gesprächs gab die Zillertaler Bürgermeisterkapelle ein kurzes Konzert im ehemaligen Senatssitzungszimmer - laut Melero Abaroa die erste kulturelle Darbietung in diesem Saal, von der er sich begeistert zeigte.

Im Gespräch mit dem Vorsitzendes des Wissenschaftsausschusses im chilenischen Parlament, Ramon Farias von der sozialistischen Partei, stand der Ausbau der Zusammenarbeit auf wissenschaftlichem Gebiet im Vordergrund, während sich Carlos Eugenio Jorqueira als Präsident der Handelskammer insbesondere für Grafs Sicht der Eurokrise sowie der Umwälzungen in Nordafrika interessierte. Auch Justizminister Teodoro Ribera Neumann versprach dem Dritten Nationalratspräsidenten, sich persönlich um eine rasche Ratifizierung des Abkommens mit der Anti-Korruptions-Akademie zu kümmern.

Ausgesprochen aufschlussreich war auch das Treffen mit dem Generalsekretär der Universidad Catolica, Prof. Mario Correa, der großes Interesse an einem verstärkten Studentenaustausch mit Österreich zeigte. Für die aktuellen Studentenproteste zeigte Correa grundsätzlich Verständnis, sofern sie der legitimen Forderung nach einer besseren Finanzierung der Universitäten dienten, kritisierte jedoch die teilweise ideologische Unterwanderung der Protestbewegung. In Chile zahlen Studenten sehr hohe Gebühren von umgerechnet rund 450 Euro pro Semester, was einem durchschnittlichen Monatsgehalt entspricht. Nur 38 Prozent der Studenten erhalten ein Stipendium.

Die österreichische Delegation, der neben Graf auch der FPK-Nationalratsabgeordnete Maximilian Linder angehört, besichtigten auch die größte österreichische Investition in Chile, den Unterhaltungs- und Freizeitkomplex Gran Casino Monticello mit einer Gesamtinvestitionssumme von 275 Millionen Dollar, von der 50 Prozent von Österreichern kommen. Imposant war auch der Besuch der aktuell größten Baustelle des Landes. Mit dem Castanera Center entsteht das höchste Gebäude Lateinamerikas und das zweithöchste auf der südlichen Erdhalbkugel. In das Einkaufszentrum mit Büros und Hotels werden insgesamt eine Milliarde Dollar investiert.

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