EANS-Adhoc: Westag & Getalit AG / Erfreulicher Umsatzanstieg in den ersten neun Monaten 2011; Starker Anstieg der Rohstoffpreise bremst Ergebnisentwicklung

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27.10.2011

Die Westag & Getalit AG hat in 2011 von der positiven Entwicklung der deutschen Baukonjunktur profitiert und den Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 7,4 % auf 173,0 Mio. EUR steigern können (Vorjahr 161,2 Mio. EUR). Erfreulicherweise konnten wir im durchaus schwierigen Exportgeschäft sogar überproportionale Zuwächse von 17,6 % auf 37,9 Mio. EUR erzielen (Vorjahr 32,2 Mio. EUR). Die Exportquote stieg damit spürbar von 20,0 % auf aktuell 21,9 %.

Das Ergebnis vor EE-Steuern hat sich im Neunmonatszeitraum mit 8,9 Mio. EUR leicht rückläufig entwickelt (Vorjahr 9,2 Mio. EUR). Auf der einen Seite hat der deutliche Mehrumsatz das Ergebnis positiv beeinflusst, auf der anderen Seite haben höhere Materialaufwendungen negative Effekte auf das Ergebnis ausgeübt. Zwar konnten wir die Effekte teilweise durch Kosteneinsparungen und höhere eigene Verkaufspreise ausgleichen, die hohe Kostendynamik vor allem bei Holzwerkstoffen hat den vollen Ausgleich jedoch zumindest bisher verhindert. Entsprechend dem Vorsteuerergebnis hat sich auch der Neunmonatsüberschuss leicht rückläufig entwickelt und beträgt jetzt 6,3 Mio. EUR (Vorjahr 6,4 Mio. EUR). Das Neunmonatsergebnis je Aktie betrug 1,15 EUR (Vorjahr 1,17 EUR).

Gegenüber unserem letzten Bericht zum ersten Halbjahr 2011 haben sich die konjunkturellen Aussichten deutlich eingetrübt. Haben wir im Sommer noch von einem robusten Aufschwung in Deutschland berichtet, so zeigt sich jetzt die enge Verzahnung unserer Volkswirtschaft mit dem krisengeprägten Rest Europas. Zwar sind die aktuellen Wirtschaftszahlen für das Inland nach wie vor gut, doch die Aussichten werden von der Schulden- und Währungskrise dominiert. Für den Rest dieses Jahres sind wir zwar optimistisch, dass die positive Umsatzentwicklung anhält und wir auch für das Gesamtjahr über ein deutliches Wachstum berichten können, jedoch trifft uns auch die allgemeine Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung in 2012. Die Ergebnisentwicklung bleibt geprägt von der reduzierten Marge, die sich durch die höheren Rohmaterialpreise ergeben hat. Hier ist es bisher noch nicht in ausreichendem Maß gelungen, die hohe Preisdynamik über entsprechend höhere Verkaufspreise unserer Produkte auszugleichen. Eine weitere Preiserhöhung unserer Erzeugnisse ist daher unumgänglich. Wir sind zuversichtlich, dank unserer Stärken hinsichtlich Produktprogramm, Vertriebskraft, Mitarbeiter und Kostenbewusstsein, weiter gute Geschäftsergebnisse erzielen zu können.

Ende der Mitteilung euro adhoc

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