Nationalfeiertag - Darabos: Bundesheer fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts machen

Pilotprojekte ab 2012: Stärkere Miliz, weniger Systemerhalter - Mehr als 1.400 Rekruten am Heldenplatz angelobt

Wien (OTS/SK) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat es sich zum Ziel gesetzt, das Österreichische Bundesheer für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen. Das sagte Darabos am Mittwoch bei seiner Rede zum Nationalfeiertag. "Wir müssen uns bewusst werden, dass wir grundlegende Reformen brauchen", sagte Darabos. Nur so könne die Qualität des Heeres auch in Zukunft abgesichert werden. Die von ihm initiierten Pilotprojekte sollen hierfür ab 2012 einen wertvollen Beitrag leisten. ****

"Mit diesen Pilotprojekten sollen weitere Erfahrungswerte und für das Österreichische Bundesheer spezifische Erkenntnisse gewonnen werden -und zwar konkret", sagte Darabos. Die Pilotprojekte umfassen einen Musterverband, der ausschließlich aus Zeit- und Berufssoldaten besteht, eine Stärkung der Miliz und die Reduktion der Systemerhalter. Man komme damit den Vorgaben des Regierungsprogramms nach. Das Ziel sei klar, so der Verteidigungsminister: "Es geht um die Anpassung des Österreichischen Bundesheeres an die Bedrohungen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts."

Darabos betonte, dass der Präsenzdienst derzeit "allerdings noch ein zentrales Element unseres gegenwärtigen Wehrsystems" sei. Die heute angelobten Rekruten würden Teil einer "Armee im Einsatz", so Darabos. "Einer Armee, die in ganz Österreich, aber auch über unsere Grenzen hinaus in vielen Teilen der Welt präsent ist", sagte der Verteidigungsminister.

Durch die geänderte sicherheitspolitische Lage befinde sich das Österreichische Bundesheer in einer Phase des Umbruchs. "Das Jahr 2011 hat uns bereits deutlich gemacht, was uns in den kommenden Jahren erwarten wird", verwies Darabos auf den Arabischen Frühling und den Krieg in Lybien. Man habe österreichische Staatsbürger aus Krisenregionen evakuiert, über mehrere Monate Teile der EU-Battle Group gestellt und Ende Juli eine Reserveeinheit in den Kosovo entsendet. "Wir haben auch entschieden, die UNO-Friedensmission im Libanon mit etwa 160 Soldatinnen und Soldaten zu begleiten", sagte Darabos.

"Was wir benötigen, sind rasch einsetzbare und flexible Soldaten, die das militärische Handwerkszeug zu 100 Prozent beherrschen. Und das Bundesheer beherrscht sein Handwerkszeug", sagte Darabos. Auch von internationaler Seite würden die Leistungen des Bundesheeres gelobt.

Darabos wies in seiner Rede weiters auf die Bedeutung der österreichischen Neutralität hin. "Sie ist bis heute zentrales Element und ein Eckpfeiler der österreichischen Politik, zu der ich mich ausdrücklich bekennen", sagte der Verteidigungsminister. In der vom Ministerrat beschlossenen Sicherheitsstrategie, wurde die Neutralität wieder stärker verankert, betonte Darabos. (Schluss) sa

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