Ein Tag des Staunens und der Begegnung BürgerInnen zeigen großes Interesse am "Offenen Parlament"

Wien (PK) - Trotz regnerischen Herbstwetters fanden auch am heutigen Nationalfeiertag zahlreiche Bürgerinnen und Bürger den Weg ins Hohe Haus, das den 26. Oktober traditionsgemäß mit einem Tag der offenen Tür begeht. Den Gästen wurde dabei ein überaus "präsidialer" Empfang bereitet, schließlich hieß Nationalratspräsidentin Barbara Prammer die BesucherInnen persönlich im Oberen Vestibül des Parlaments willkommen. Den Tag der offenen Tür nutzten aber auch Zweiter Nationalratspräsident Fritz Neugebauer und zahlreiche MandatarInnen beider Kammern, um mit BürgerInnen entlang der Besuchsroute, die vom Historischen Sitzungssaal zum Besucherzentrum des Parlaments führte, ins Gespräch zu kommen und über Anliegen zu diskutieren.

Viele Fotomotive und bleibende Eindrücke

Besonders beeindruckt zeigten sich die BesucherInnen von der architektonischen Schönheit des rund 130 Jahre alten Hauses. Ob ihrer Größe in Staunen versetzten dabei vor allem der Historische Sitzungssaal, der in der Endphase der Monarchie des Öfteren zum Schauplatz turbulent geführter Debatten wurde, und die aus zahlreichen Fernsehinterviews bekannte Säulenhalle. Die Besucherroute führte außerdem zum Abgeordneten-Sprechzimmer, zum Sitzungssaal des Bundesrates und zum sogenannten "Blauen Salon", der der Nationalratspräsidentin für Veranstaltungen und den Empfang ausländischer Staatsgäste zur Verfügung steht. Für großes Staunen sorgte außerdem auch die Besichtigung des Sitzungssaals des Nationalrats, der den meisten Gästen aus ORF-Übertragungen bestens bekannt ist: "Der ist gar nicht so groß, wie er im Fernsehen aussieht", flüsterte dabei eine Besucherin.

In der Säulenhalle erhielten die BürgerInnen außerdem die Möglichkeit, sich mit dem umfangreichen Projekt der Sanierung des historischen Parlamentsgebäudes und dem Angebot der "Demokratiewerkstatt" vertraut zu machen sowie Souvenirs aus der reichhaltigen Produktpalette des Parlamentsshops zu erwerben: Viele Gäste nahmen dementsprechend nicht nur bleibende Eindrücke, sondern auch das ein oder andere Erinnerungsstück mit nach Hause. Um den heutigen Tag zu dokumentieren, griffen zahlreiche BesucherInnen außerdem auch zu Handykamera und Fotoapparat: Als Motiv dienten dabei nicht nur die zahlreichen architektonischen Details des Hohen Hauses, sondern auch jene MandatarInnen, die den Tag der offenen Tür für Gespräche mit interessierten BürgerInnen nutzten.

Einen Vorgeschmack auf die vom 27.Oktober 2011 bis 14.Jänner 2012 anlässlich des 250-Jahr-Jubiläums des Rechnungshofs im Parlament zu besichtigende Ausstellung "Kontrolle zahlt sich aus!", die im Rahmen von öffentlichen Führungen besucht werden kann, bot einer der demnächst an dieser Stelle aufgebauten Schaukuben. MitarbeiterInnen des Rechnungshofs informierten außerdem detailliert über die Aufgaben dieses Hilfsorgans des Nationalrats.

Im Besucherzentrum bot sich überdies die Gelegenheit, an einer der interaktiven Medienstationen Informationen über Demokratie, Parlamentarismus und wesentliche Ereignisse der österreichischen Zeitgeschichte einzuholen - ein Angebot, das vor allem von Seiten der jüngeren Gäste gerne angenommen wurde.

Palais Epstein: Eintauchen in die Atmosphäre der "Gründerzeit"

Mit dem Palais Epstein konnte am heutigen Tage außerdem noch ein zweites geschichtsträchtiges Haus besichtigt werden, das aufs Engste mit dem Parlament verbunden ist: Ebenfalls nach Plänen des Architekten Theophil Hansen errichtet, wurde es im Oktober 2005 nach sorgsamer und liebevoller Renovierung an die Parlamentsdirektion zur Nutzung übergeben. Seit 2007 fungiert das Palais Epstein außerdem als Sitz der "Demokratiewerkstatt", die es sich zum Ziel gemacht hat, junge MitbürgerInnen auf politische Partizipation vorzubereiten und für parlamentarische Demokratie zu begeistern.

Die BesucherInnen zeigten sich von der "Gründerzeit"-Atmosphäre, die das Palais ausstrahlt, überwältigt und nutzten die Gelegenheit, die ehemaligen Wohn- und Repräsentationsräume der Bankiersfamilie Epstein zu besichtigen. Die Tour durch das herrschaftliche Gebäude führte die Gäste vom Haupteingang auf der Ringstraße über die Feststiege in die Bel Etage, wo Kaminzimmer, Spielzimmer, Speisesaal und Tanzsaal in Augenschein genommen werden konnten. (Schluss)

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