LH Dörfler: Erfolgreiche, überregionale Arbeit wird fortgeführt

Kärntner Landeshauptmann traf die Regions-Präsidenten Luca Zaia und Renzo Tondo in Venedig - Kooperationsvertrag wird verlängert - Neue Chancen im Alpen-Adria-Raum gemeinsam nutzen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die vor fünf Jahren abgeschlossene trilaterale Vereinbarung zwischen Kärnten und den Regionen Veneto sowie Friaul Julisch-Venetien war Thema bei einem Treffen von Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit den Präsidenten Luca Zaia (Veneto) und Renzo Tondo (Friaul Julisch-Venetien) gestern, Dienstag, in Venedig. "Wir haben beschlossen, diesen wichtigen Kooperationsvertrag zu verlängern und damit unsere Zusammenarbeit zu verstärken", berichtete der Kärntner Landeshauptmann. Kärntens aktive und grenzüberschreitende Nachbarschaftspolitik wird damit konsequent fortgesetzt.

Diese trilaterale Vereinbarung umfasst die Kooperation der drei Regionen, von Wirtschaft über Kultur, Land- und Forstwirtschaft, Forschung bis hin zu Sozialem. "Sie bildet die Basis der geplanten "Euregio Senza Confini", die demnächst finalisiert werden soll", sagte Dörfler. Gemeinsam sollen die vielen Kooperationen, freundschaftlichen Kontakte, die Zusammenarbeit und Entwicklungspotentiale dieses "kleinen Europas an der oberen Adria" gelebt und genutzt werden.

Für den Kärntner Landeshauptmann hat ein erfolgreiches "Europa der Regionen" von der Basis auszugehen, angefangen bei den kleinen Heimatgebieten und Regionen, die Europa ausmachen. "Die aktuellen Schwierigkeiten und Probleme zeigen deutlich, dass die Zukunft Europas eher in den Händen von Regionen liegt".

Daher sei die gemeinsame "Euregio Senza Confini" sehr wichtig, um schlagkräftig agieren zu können. Kärnten wolle mit der Euregio auch Brückenkopf für Österreich in diese spannende Region sein. Gerade in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Tourismus, Technologie sowie bei Forschung und Entwicklung sollte die "Euregio Senza Confini" zur Kooperation genutzt werden. Dörfler lud die beiden Präsidenten Zaia und Tondo nach Kärnten ein. "Sie kommen noch vor Weihnachten, um den Kooperationsvertrag zu unterzeichnen", kündigte der Kärntner Landeshauptmann an.

Einen weiteren wichtigen Themenschwerpunkt bildete die Baltisch-Adriatische Verkehrsachse, die von Danzig über Wien, Graz, Klagenfurt bis nach Bologna führt, "Die Aufnahme dieser Verkehrsachse in das Transeuropäische Netz der EU ist ein großer Erfolg unserer gemeinsamen überregionalen Arbeit und unseres Lobbyings in Brüssel, das wir viele Jahre intensiv betrieben haben", sagte der Landeshauptmann. Damit werde diese Achse, deren Herzstück die Koralmbahn ist, zu einem der zehn wichtigsten europäischen Verkehrskorridore. "Mit der Übernahme in das prioritäre Eisenbahnnetz ist der Startschuss für ein Lichtprojekt der Zukunft gelegt", so Dörfler.

Aufbauend auf der Baltisch-Adriatischen Achse werde es weitere strategische Kooperationen geben, so Dörfler. "Dieser Verkehrskorridor ist sowohl für ganz Europa und im speziellen für Österreich und Kärnten von besonderer Bedeutung. Sie verbindet nämlich die Adria mit dem Baltikum. Das bedeutet, dass Warenströme auf direktem Weg schnell und umweltfreundlich von den wichtigen Häfen in der Adria und der Ostsee ins Zentrum von Europa transportiert werden können. "Ravenna, Triest, Venedig, Koper und Rijeka werden dann zu gesunden Mitbewerbern der großen Häfen Rotterdam und Hamburg", sagte der Landeshauptmann.

Kärnten könnte dabei eine besondere Rolle spielen, liegt es doch am Schnittpunkt zwischen dem Korridor X und der Baltisch-Adriatischen Achse. "Der Verschiebebahnhof Fürnitz könnte hier eine wichtige Drehscheibenfunktion übernehmen und auch als erster 'Trockenhafen' im Hinterland der adriatischen Häfen ein zentrales Logistikzentrum sein", so Dörfler. Die Kooperation im Alpen-Adria-Raum bietet viele neue Chancen, die es zu nützen gelte. "Gemeinsam sind wir stark", unterstreicht der Landeshauptmann.
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