AK Wien Vollversammlung 8: Bessere Informationen für BankkundInnen

Wien (OTS) - Die Vollversammlung der AK Wien verlangt mehr Schutz für FremdwährungskreditnehmerInnen. Überdies fordert die Vollversammlung eine umfassende und klare Beratung der Banken für die Konsumenten ein. Der Schweizer Franken ist schon länger auf einem sehr hohen Niveau, was die aushaftenden Kredite momentan in die Höhe treibt. Kopfzerbrechen machen vielen KonsumentInnen auch die Ansparprodukte beim Fremdwährungskredit, die "Tilgungsträger". Außerdem fordert die Vollversammlung mehr Klarheit bei den Bankpreisen.

Konkret verlangt die Vollversammlung für FremdwährungskreditnehmerInnen:

+ Die Umstellung des Fremdwährungskredites auf Euro soll nur im Einvernehmen mit den KundInnen erfolgen. Es soll keine Zwangskonvertierungen geben.

+ Die Banken müssen mit jedem einzelnen Kunden eine möglichst individuelle preisgünstige Lösung vereinbaren. Keinesfalls sollen sie unter Druck "Patentrezepte" verkaufen.

+ Wer sich zu einem Wechsel auf Euro entscheidet, dem sollen keine Zusatzgebühren oder Umstellungsspesen verrechnet werden. Die Banken haben schon mit der laufenden Verwaltung des Fremdwährungskredits eine Menge an Spesen verdient.

+ Reicht der Tilgungsträger voraussichtlich nicht für Die Deckung von endfälligen Krediten, sollen dem Kreditnehmer mehrere Varianten angeboten werden, etwa die Möglichkeit, eines endfälligen Fremdwährungskredits in einen Abstattungskredit - verbleibend in der Fremdwährung - umzuwandeln.

+ Die FremdwährungskreditnehmerInnen sollen unbürokratisch Informationen erhalten:
über den ursprünglichen Wert des Kredits in Fremdwährung, den Einstiegskurs und den aktuellen Wert des Kredits in Euro und in der Fremdwährung sowie den aktuellen Wert des oder der Tilgungsträger/s und die Einschätzung über künftige Entwicklungen.

Darüber hinaus will die Vollversammlung mehr Transparenz bei den Bankpreisen. Der Preisaushang über Zinsen und Entgelte für Produkte und Dienstleistungen soll nicht nur in Filiale einer Bank aufliegen, sondern auch im Internet abrufbar sein. Das würde für die KonsumentInnen die Preisvergleiche erleichtern und ihr Preisbewusstsein stärken.

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