Walser: Neue Mittelschule - System bleibt selektiv, ungerecht und leistungsfeindlich

Grüne sehen Kompromiss ohne Ressourcen

Wien (OTS) - "Trotz neuer Kosmetik bleibt das Schulsystem in Österreich selektiv, leistungsfeindlich und ungerecht. Das Bildungsvolksbegehren muss einen Anstoß zu einer echten Reform bringen, sonst wird Österreich weiter zurückfallen", sagt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen zum heute präsentierten Ministerialentwurf zur Neuen Mittelschule.

Die Grundübel unseres Schulsystems bleiben laut Walser erhalten. Denn weiterhin kommt es zur frühen Selektion mit neuneinhalb Jahren und die Bildungschancen der Kinder bleiben weiterhin abhängig vom Einkommen und dem Wohnort der Eltern. "Nur eine Gemeinsame Schule -wie auch im Bildungsvolksbegehren gefordert - bietet ein Mindestmaß an Chancengerechtigkeit über das regionale, finanzielle und soziale Umfeld der SchülerInnen hinaus", sagt Walser.

Im Budget für das Jahr 2012 wird darüber hinaus deutlich, dass noch nicht einmal der vorliegende Kompromiss der Regierungsparteien finanziell unterfüttert ist. Den Neuen Mittelschulklassen sollten sechs zusätzliche Werteinheiten zur Verfügung stehen, der Unterricht müsste von LehrerInnen der Höheren Schulen gehalten werden. Beides ist budgetär nicht abgesichert. Laut Stellenplan sinken die Zahlen der AHS- und BHS- LehrerInnen sogar. Bei den AHS-LehrerInnen sind 2012 um 240 Dienstposten weniger veranschlagt als 2010.

"Türschilder an Hauptschulen auszutauschen, ist keine Reform. Schmied und Amon präsentieren einen faulen Kompromiss", sagt Walser.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005