JI Wien Gröller: Jugend ist bereit ihren Beitrag zu leisten

Jugend bereit länger zu arbeiten - Sofortige Abschaffung der Hacklerpension und Totalrefrom des Pensionssystems zur Erhaltung der Generationenbilanz

Wien (OTS) - "Der "Jugendmonitor" zeigt eines deutlich: Die jungen Menschen sind bereit, länger zu arbeiten," betont Heinrich Gröller, Vorsitzender der Jungen Industrie (JI) Wien und geschäftsführender Gesellschafter der Allholding Beteiligungsverwaltungs GmbH . "80 Prozent der 14 - 24jährigen sehen einen Pensionsantritt zumindest über 60 Jahre als "gerecht" an, davon 37 Prozent sogar einen Antritt über 65 Jahre! Ein eindeutiges Bekenntnis der jungen Generation, wenn man bedenkt, dass das faktische Pensionsantrittsalter in Österreich bei derzeit durchschnittlich 58,2 Jahren liegt. Bei der Jugend sind das Bewusstsein und die Handlungsbereitschaft also klar vorhanden, die Jungen wissen dass das staatliche Pensionssystem so nicht länger finanzierbar ist", so Gröller weiter.

Gerechte Generationenbilanz erhalten

Eine umfassende und für Österreich erstmals durchgeführte Analyse des Instituts für Höhere Studien (IHS) im Auftrag der JI Wien errechnete, dass die Jungen eine um 5 Prozent geringerer Nettoleistung vom Staat erhalten als die ältere Generation. Zudem beschreibt die Studie, dass diese noch relativ ausgeglichene Bilanz nur mit der Fortführung der aktuellen Versprechungen des Staates an die junge Generation erhalten bleiben kann. Diese Versprechungen aus Bereichen wie dem Pensionssystem, dem Sozialsystem oder dem Gesundheitssystem basieren jedoch auf einem enormen Schuldenrucksack, der in Zukunft ohne tiefgreifende Reformen weiter rasant anwachsen wird.

Alle Generationen müssen einen Beitrag leisten

"Um ein finanzierbares, nachhaltiges und generationengerechtes Zukunftssystem zu gewährleisten und dabei die Schieflage der Bilanz nicht zu groß werden zu lassen, sind daher alle, auch die älteren Generationen, die die meisten Leistungen ja bereits bezogen haben, verpflichtet einen Beitrag zu leisten", unterstreicht Gröller.

"Welche Leistungen wir Jungen in Zukunft in welchem Umfang beziehen können, das steht noch in den Sternen. Um zukünftig eine möglichst ausgeglichene Generationenbilanz gewährleisten zu können muss ein ganzes Paket von Reformen jetzt rasch umgesetzt werden. Die Bundesorganisation der Jungen Industrie hat dazu bereits ein transparentes Pensionsmodell vorgeschlagen. Außerdem fordern wir explizite Beiträge der älteren Generation, zum Beispiel ein sofortiges Auslaufen der "Hacklerregelung" und stopfen sonstiger "Schlupflöcher" in die Frühpension. Das sind nur ein paar der wichtigsten Maßnahmen, die sofort ergriffen werden müssen", fordert Gröller.

Transfers zu Gunsten von Zukunftsinvestitionen einschränken

Zugleich zeigt sich in der Studie der JI Wien ein besorgniserregender Trend zum Anstieg von öffentlichen Transferleistungen (etwa Pensionen, Gesundheit, Arbeitslosengeld, etc.) zu Lasten von Zukunftsinvestitionen. Es sind jedoch gerade die investiven öffentlichen Ausgaben, wie Infrastruktur, Bildung und Forschung, die zukünftiges Produktivitätswachstum ermöglichen können. Dieses Produktivitätswachstum kann die Grundlage zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen darstellen. Zudem setzt gerade die Ausweitung der Transferleistungen den Staatshaushalt unter Druck und schürt latent die Gefahr der Ausweitung der Nachhaltigkeitslücke. Gröller: "Der Anteil der investitionsbezogenen staatlichen Ausgaben muss daher wieder auf das Niveau der 1970er Jahre von 5,5 Prozent des BIP zurückgeführt werden. Gegenwärtig liegt dieser bei nur bei etwa 4 Prozent."

Die Studie steht unter www.jungeindustrie.at zum Download zur Verfügung.

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