Hundstorfer: Menschen länger gesund im Erwerbsleben halten

Hoher Zahl der Invaliditätspensionen gegensteuern

Wien (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonte Dienstag in seiner Eröffnungsrede bei der Enquete "Psychische Erkrankungen -Hauptursachen für Invalidität?" im Sozialministerium den Stellenwert von Gegensteuerungsmaßnahmen, um das faktische Pensionsantrittsalter Schritt für Schritt zu heben. "Ein Drittel aller Pensionsantritte passieren aus der Invalidität oder Berufsunfähigkeit heraus. Das ist zu viel", betonte Hundstorfer. Der Frage, wie man Menschen länger und gesünder im Erwerbsleben halten kann, müsse verstärkt nachgegangen werden. ****

30.000 Menschen gehen jährlich wegen Invalidität oder Berufsunfähigkeit in Pension. 70.000 Anträge werden gestellt. Österreich sei bei den Frühpensionsantritten weltweit im Vorderfeld. "Das ist eine Situation, in der wir als Gesellschaft nicht wegschauen können", bekräftigte Hundstorfer, "so sehr ich es mag, Europameister bei den Arbeitslosenzahlen, bei der Beschäftigung und beim Pflegegeld zu sein, so sehr möchte ich hier vom Weltmeistertitel wegkommen". Denn eines müsse man festhalten: Der Antritt der Invaliditätspension sei keine Flucht aus dem Erwerbsleben. Die durchschnittliche Invaliditätspension von Frauen betrage 590 Euro, was sicherlich keine erstrebenswerte Situation sei, so der Sozialminister.

Um gegenzusteuern wurden bereits einige Maßnahmen gesetzt. "Es ist die Politik gefordert, es ist die Wirtschaft gefordert, hier ihren Beitrag zu leisten", unterstrich Hundstorfer. So wurde ein neues Arbeits- und Gesundheitsgesetz beschlossen und "fit 2 work"-Aktivitäten wurden bereits in drei Bundesländern etabliert. Auch die Gesundheitsstraße sei nun schon im Regelbetrieb. Doch es werde sicherlich einige Zeit brauchen, bis die Maßnahmen greifen. In Finnland dauerte es beispielsweise fünf Jahre, bis messbare Ergebnisse zu verzeichnen waren. Das sei auch das Ziel für Österreich. Man müsse hier Schritt für Schritt weiterkommen. (Schluss) pep/sv

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