Fachverband UBIT fördert Transparenz bei Auswahl von Aufsichtsräten

Obmann Harl: "Wir sind mit der Zertifizierung zum Certified Supervisory Expert Vorreiter für mehr Transparenz in Aufsichtsorganen"

Wien (OTS/PWK760) - Die aktuelle Studie "Director 360Grad" von Deloitte, in der Aufsichtsräte in 12 Ländern zu ihren Erfahrungen befragt wurden, zeigt interessante Ergebnisse für Österreich. Rund die Hälfte der 22 befragten heimischen Aufsichtsräte sieht einen klaren Verbesserungsbedarf beim Auswahlprozess von Aufsichtsratsmitgliedern. "Die Anforderungen und Qualifikationsprofile von Aufsichtsorganen werden immer komplexer und müssen daher für potenzielle Aufsichtsräte umso transparenter sein", betont Alfred Harl, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung und IT (UBIT), sein Anliegen nach mehr Klarheit. "Professionell arbeitende Kontrollorgane sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und müssen gemäß dem Corporate Governance Kodex ein klares Bewusstsein über Chancen, Risiken und die an sie gestellten Anforderungen bereits im Auswahlprozess erhalten."

Starkes Risikobewusstsein im Aufsichtsrat

Aufsichtsräte sind ein Kontroll- und Beratungsgremium und unterstützen den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Gerade in der aktuell angespannten Wirtschaftssituation in Europa ist die Risikobewertung eine der Kernaufgaben des Aufsichtsrates. Laut Deloitte-Studie sind sich 77 Prozent der österreichischen befragten Aufsichtsratsmitglieder der potenziellen Unternehmensrisiken bewusst, die in Österreich in den letzten 12 Monaten vor allem die Existenzsicherung und das Kapitalmanagement in Unternehmen umfassten "Da auch in den nächsten ein bis zwei Jahren die Themen Finanzkrise und Kapitalmanagement in Österreich vorherrschend sein werden, spielt das Risikobewusstsein der Aufsichtsorgane auch zukünftig eine entscheidende Rolle", so der Fachverbandsobmann weiter. Ziel müsse es daher sein, so Harl, qualifizierte Aufsichtsräte im Unternehmen einzusetzen.

Höherqualifizierung von Kontrollorganen

Mit dem vor einem Jahr lancierten Qualitätssiegel für Aufsichtsorgane, dem "Certified Supervisory Expert" der Qualitätsakademie incite, hat der Fachverband UBIT einen wichtigen Beitrag zur Höherqualifizierung und Professionalisierung von Aufsichtsorgangen geschaffen. "Das freiwillige Zertifikat sichert die Qualität und trägt dazu bei, dass die Bestellung von Aufsichtsräten objektiviert wird." Das durch eine formale Prüfung und ein Hearing vor einer Expertenkommission erlangte internationale Zertifikat ist drei Jahre gültig (danach Rezertifizierung) und stellt eine objektive Dokumentation der erlangten Kompetenzen dar. "Die Zertifizierung hilft Unternehmen dabei, den Auswahlprozess transparent zu gestalten und durch qualifizierte Aufsichtsratsmitglieder für eine sichere Risikobewertung im Unternehmen zu sorgen." Das bestätigt auch die Nachfrage der Wirtschaft: bisher haben bereits 70 österreichische Top-Manager das Zertifikat zum "Certified Supervisory Expert" erhalten, die damit, so Harl, einen wichtigen Beitrag für die Zukunft heimischer Unternehmen leisten.

Weitere Informationen zur Zertifizierung "Certified Supervisory Expert": http://tinyurl.com/6jr2qvx

Details zur Deloitte-Studie: http://tinyurl.com/5rfszf3

Der Fachverband Unternehmensberatung und IT
Mit mehr als 53.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen unter http://www.ubit.at (AC)

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