KONSUMENT: Heidelbeerjoghurts - falsche Früchtchen

Ohne Zusatzstoffe kommt nahezu kein Joghurt aus - Johannisbeeren, Holundersaft oder rote Bete als geschmackliche und farbliche Ergänzung

Wien (OTS/VKI) - Wie bei einem vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) durchgeführten Test zu Erdbeerjoghurts (KONSUMENT 10/2011) zeigt sich auch bei 17 getesteten Heidelbeerjoghurts: Es kommt nicht überall nur Natur rein. Lediglich vier Produkte kommen ohne Aromazusätze aus: Bio+, Ja! Natürlich, Nöm Mix und Spar. Nöm Mix ist zudem das einzige getestete Produkt, das aufgrund seiner Zusammensetzung der herkömmlichen Vorstellung eines Heidelbeerjoghurts entspricht. Es enthält - mit Ausnahme des Stabilisators Pektin - nur Joghurt, 12 Prozent Heidelbeeren und Zucker. Mickrige 2,9 Prozent Heidelbeeren stecken etwa in Danone Activia, dafür aber jede Menge Aromazusätze und die färbenden Konzentrate schwarze Karotte und rote Bete. Ja! Natürlich hilft dem Geschmack mit Zitronensaftkonzentrat nach, Milfina und Jogurella fügen Johannisbeersaft, Clever und Milbona Holundersaft bei. Das Joghurt von Gmundner Milch erzielte im Gesamturteil die Bestnote -und ist zugleich das billigste Produkt im Test.

Kritik gibt es für die Schriftgröße bei den Verpackungsaufschriften. "Diese sind häufig einfach zu klein", so VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. "Bei Packungsgrößen zwischen 200 bis 1.000 Gramm muss die Schrift für die Nettofüllmenge zumindest vier Millimeter groß sein. Bei Danone Acitivia sind es beispielsweise gerade einmal 3,3 Millimeter."

Weit gereist - Beeren aus aller Welt

Die Liste der Herkunftsländer der Heidelbeeren ist lang. Die blauen Beeren werden u.a. aus Kanada, Polen, Russland, der Ukraine und den USA importiert. Offenbar reichen die heimischen Ressourcen nicht aus. Wenige Unterschiede gibt es dagegen beim Erzeugungsort:
Die Joghurt- und Fruchtzubereitung erfolgt größtenteils in Österreich. Wer zumindest bei Milch und Zucker Wert auf heimischen Ursprung legt, kann sich am AMA-Gütezeichen oder am roten AMA-Biozeichen orientieren.

Details zum Test gibt es auf www.konsument.at und ab dem 26.10. in der Novemberausgabe des Testmagazins KONSUMENT. Fragen zum Thema Ernährung beantwortet der VKI auch unter der Hotline 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich Euro 0,0676/min), die in Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich betrieben wird.

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Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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