Neues Volksblatt: "Die Jugend" von Markus EBERT

Ausgabe vom 25. Oktober 2011

Linz (OTS) - Der gestern vorgestellte Jugendmonitor hat mehrere interessante Aspekte. Dass die Jugend mit Skepsis an die eigene Pension denkt, überrascht nur insofern, als es von mehr Problembewusstsein zeugt, als man den jungen Leuten gemeinhin zutraut. Denn insgesamt blickt die Jugend optimistisch in die Zukunft, und das beweist, dass recht gut differenziert wird. Diesen Optimismus sollte sich die Politik zunutze machen und rasch den Hebel dort ansetzen, wo der Schuh drückt - was in Bezug auf die Pensionen im Übrigen ja nicht nur im Interesse der künftigen Ruheständler ist, sondern noch viel mehr im Sinne geordneter Staatsfinanzen. Völlig zurecht sieht ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger im Jugendmonitor einen "Auftrag an uns, diese Schieflage im Pensionssystem endlich zu beseitigen".
Ganz und gar keine Schieflage, und auch das ist ein Aspekt, drückt eine andere Zahl aus: Knapp jeder Zweite der 14- bis 24-Jährigen denkt darüber nach, wie die Eltern einmal betreut werden können. Das heißt man schaut über den Tellerrand des eigenen Fortkommens hinaus, man spürt soziale Verantwortung und will sie offenbar auch wahrnehmen. Anders gesagt: So schlecht kann diese Jugend auch nicht sein - aber man muss ihr auch Hoffnung geben.

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