"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Freie Fahrt für Strache"

Der Skandal-Ausschuss ist dabei, den rot-schwarzen Teppich für Blau zu legen.

Wien (OTS) - Großaufmarsch der Skandal-Hauptdarsteller
Meischberger und Hochegger: Der gestrige Medienprozess ist nur ein Nebenschauplatz in der Causa KHG. Nachdem das schludrige Ersturteil aufgehoben wurde, erleben wir bereits die Reprise. Der Prozess steht symbolisch für Tempo und Qualität der Justiz bei Korruption.
Am Freitag startet endlich die politische Aufarbeitung der schwarz-blauen Skandal-Serie - unter schlechten Vorzeichen. Bis zuletzt versuchte eine alte schwarz-blaue Achse zu verhindern, dass Gabriela Moser den Vorsitz führt. Klügere Köpfe in der ÖVP machten nun den Weg für die Grüne frei. Die echte Nagelprobe für den Ausschuss kommt, wenn strittige Zeugenladungen und heikle Themen anstehen. Hier kann, wer immer Vorsitzender ist, nur moderieren. Am Ende entscheidet die Ausschuss-Mehrheit. Das Koalitions-Abkommen gebietet, dass Rot und Schwarz einander auch hier nicht überstimmen. Rein rechnerisch steht es - entlang der Achsen Rot-Grün-Orange und Schwarz-Blau - im Ausschuss 8 gegen 8 Stimmen. In diesem parteipolitischen Patt lauert noch viel Stoff für Zoff. Die klugen Köpfe bei Schwarz und Rot müssen die Skandal-Vernebler in den eigenen Reihen nachhaltig einbremsen. Sonst können sie die Schlüssel zum Kanzleramt schon zu Ausschuss-Start im FPÖ-Klub hinterlegen.

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