Rechnungshof beurteilt Parlaments-Web-Auftritt grundsätzlich positiv Empfehlungen wird Rechnung getragen

Wien (PK) - Unter dem Motto "dynamisch - transparent - bürgernah" ging die neue Website des Parlaments am 23. September 2010 online. Dank optimierter Benutzerfreundlichkeit können sich interessierte BürgerInnen seither einfach wie nie zuvor einen Überblick über die Tätigkeiten des Parlaments verschaffen. Die Rückmeldungen der BesucherInnen des Parlamentsportals belegen, dass sich der Relaunch bestens bewährt hat: Ein Zugriffsrekord und stark rückläufige Anfragen zur Auffindbarkeit von Inhalten belegen den Erfolg des neuen Internetauftritts. Die Parlamentshomepage lieferte im Zeitraum
1. Jänner 2011 bis 30. September 2011 ca. 106 Millionen "Hits". Im Monat September 2011 sind in ca. 66.000-mal "Besuchen" ca. 13 Millionen "Hits" erzeugt worden. Es wurden ca. 265.000 verschiedene Seiten ("Pages") in diesem Monat ca. 955.000 mal aufgerufen.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hat den Rechnungshof ersucht, das Projekt Relaunch des Internet-Portals der Parlamentsdirektion und sämtliche Beschaffungsvorgänge einer Prüfung zu unterziehen. Der Rechnungshof hat in seinem Bericht vom 24. Oktober 2011 die Entscheidung zu einer umfassenden Neugestaltung des Internet- und Intranet-Auftritts des Parlaments als zweckmäßig erachtet und das Ergebnis des Web-Relaunches äußerst positiv beurteilt. In diesem Zusammenhang wurde der Zukauf von externem Know How für das Design vom Rechnungshof als notwendig und die erfolgte Auswahl als sehr gut dokumentiert und nachvollziehbar bewertet.

Kritsch vermerkte der Rechnungshof die Umsetzung des Vorhabens in der Linienorganisation statt im Rahmen einer umfassenden Projektorganisation, Mängel im Vergabeverfahren, die zu geringe Flexibilisierung von EDV-Dienstleistungsverträgen bzw. die Notwendigkeit der Prüfung von Insourcing der EDV-Dienstleistungen.

Den Empfehlungen des Rechnungshofs hinsichtlich der verstärkten Abwicklung von komplexen Vorhaben als Projekte, um eine bessere Beurteilung von Komplexität und Ressourceneinsatz zu erzielen, sowie der Beiziehung von externen BeraterInnen bei komplexen Vorhaben sofern das interne Know How dazu nicht vorhanden ist und
der Ausarbeitung eines Insourcing Konzeptes für EDV-Dienstleistungen sowie der weiteren Flexibilisierung von EDV-Dienstleistungsverträgen wird selbstverständlich Rechnung getragen. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hat der Parlamentsdirektion bereits eine entsprechende Dienstanweisung gegeben.

Unterschiede in den Kostenaufstellungen des Parlaments zu jenen des Rechnungshofes ergeben sich aus Folgendem: Vom Rechnungshof wurden sämtliche Maßnahmen, die nur zufällig und ausschließlich im zeitlichen Konnex mit dem Web-Relaunch standen, dem Vorhaben "Neue Webstrategie" zugerechnet. Das Parlament hat, um Arbeitsabläufe zu erleichtern und das Vorhaben nicht unnötig aufzublähen, ein Kernvorhaben definiert und jeweils nur die diesem Kernvorhaben zurechenbaren Maßnahmen in seine Informationen aufgenommen. Bei den Berechnungen des Parlaments waren Nettobeträge, im Rechnungshofbericht sind Bruttobeträge angegeben. Die EDV-technische Umsetzung erfolgte im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge, weshalb diese Kosten seitens des Parlaments als interne und nicht als eigens auszuweisende externe Kosten bewertet wurden. Diese Verträge werden bereits ständig einer Bedarf- und Effizienzkontrolle unterzogen. In dem Zusammenhang wird hervorgehoben, dass entsprechend den strategischen Vorgaben für die Parlaments-EDV die vergleichsweise niedrigen Kosten und die wirtschaftliche Ressourcenverwendung durch das externe operative IT-Controlling, einen unabhängigen Experten, bestätigt wird. (Schluss)

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