Zinggl: "Steven Engelsman tut mir leid"

Grüne: Ein neuer Frühstücksdirektor im Kunsthistorischen Museum ersetzt nicht die Kulturpolitik

Wien (OTS) - "Die Ernennung eines neuen Direktors im Völkerkundemuseum (welch ein anachronistischer Name) darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in allen größeren Städten Museen gibt, die sich mit der Veränderung von Kulturen und deren Beziehungen auseinandersetzen. In der benachbarten Schweiz gibt es sogar mehrere solcher Institutionen. Nur Österreich braucht sie nicht. Wiewohl es über eine der größten anthropologischen Sammlungen verfügt, kann der neue Direktor nichts damit anfangen. Er wird von Anfang an ein Frühstücksdirektor bleiben unter der Oberhoheit des Kunsthistorischen Museums, das mit interkulturellem Dialog so viel am Hut hat wie mit Tischtennis", erklärt der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl.

"Die Chance, das Volkskundemuseum mit dieser ethnologischen Sammlung zu einem neuen Museum der Kulturen wachsen zu lassen, wird von Ministerin Schmied ignoriert. Angeblich aus Geldmangel. Dabei wäre das Geld bei geschickter Aufteilung da. Zu viele Museen machen nämlich nach wie vor ähnliches Programm. Daran hat sich seit Ministerin Gehrer nichts geändert. Gleichzeitig fehlen wichtige Einrichtungen, die für das kulturelle Zusammenleben pädagogische und dokumentarische Aufgaben spielend erfüllen könnten. Die Grünen fordern weiterhin eine Neuordnung aller Bundesmuseen. Das ist eine weiterhin ungelöste Aufgabe der Politik. Da nutzt auch die Ernennung eines fachlich hochqualifizierten Direktors nichts. Steven Engelsman tut mir leid."

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