Eröffnung der Wanderausstellung "EU-Projekte für Wien"

Ausstellung zeigt Bedeutung der EU-Förderungen für Wien

Wien (OTS) - Am 24. Oktober 2011 eröffnete GR Ernst Woller im Mediaquarter St. Marx eine Ausstellung über Wiener EU-Projekte, die im Rahmen einer Informationsveranstaltung dem Publikum vorgestellt wurde. "Wien nutzt die Möglichkeiten durch EU-Fördergelder stets optimal, was diese Ausstellung klar vor Augen führt." betonte GR Woller.

30 EU-Projekte in Bild und Film

"Die MA 27, die für die Verwaltung und Umsetzung der Fördergelder verantwortlich ist, möchte mit dieser Schau die Vielfältigkeit und Sinnhaftigkeit der Wiener EU-Projekte darstellen." erklärte Mag. Martin Pospischill, Leiter der MA 27 - EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung.

Für die Ausstellung wurden die 30 wichtigsten Projekte der aktuellen EU-Förderperiode (2007-2013) ausgewählt. 15 davon widmen sich rein städtischen Vorhaben, die anderen zeigen Kooperationen mit den Nachbarstaaten (Slowakei, Tschechien, Ungarn) der CENTROPE-Region. Zu vielen Projekten wurde auch ein Kurzfilm produziert.

Qualitätsgarantie für die Stadt

"Wien hat bewiesen, dass mit EU-Fördergeldern städtische Vorhaben eine zusätzliche Qualität bekommen können, die der Bevölkerung und Wirtschaft zugutekommt", unterstrich Dipl.-Ing. Heinz Weber von der MA 27, der für die Verwaltung dieser Fördergelder verantwortlich ist.

So wurden mit der Förderung für "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und integrative Stadtentwicklung" unter anderem folgende Plätze bzw. Straßenzüge neu gestaltet:

o Elterleinplatz, o Christian-Broda-Platz (vormals Mariahilfer Platzl), o St.-Bartholomäus-Platz mit der Kalvarienberggasse, o Yppenplatz sowie o Uhlplatz entlang des Hernalser Gürtels.

Folgende Parks bekamen ein neues Erscheinungsbild:

o Robert-Hochner-Park, o Leon-Askin-Park, o Anton-Baumann-Park, o Fritz-Imhoff-Park, o Bennoplatz und o Urban-Loritz-Platz.

Der Radweg auf dem Gaudenzdorfer Gürtel, der Fuß- und Radweg über die Stadtbahnbögen Spittelau erleichtern nun die umweltfreundliche Fortbewegung. Der Kutschkermarkt wurde modernisiert. Die "Lokale Agenda 21 Plus" fördert das Zusammenleben und die nachhaltige Mobilität in Wieden, Alsergrund, Donaustadt und Liesing.
Bei der Förderung der Wiener Wirtschaft sind folgende Projekte hervorzuheben:

o IT Cluster Wien
soll durch vielfältige Serviceleistungen für kleine Informations- & Kommunikationstechnologie-Betriebe die Steigerung des IKT-Sektors gewährleisten.

o IniTS
bietet Stimulierung, Beratung und Unterstützung von Unternehmensgründungen aus dem akademischen Bereich für Akademiker und Akademikerinnen mit innovativen Geschäftsideen.

o Mingo Services für KMU II
berät und unterstützt Selbstständige, GründerInnen und KMUs, um die Beständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen abzusichern.

Für die Zeit von 2007 - 2013 stellt die EU insgesamt 25 Mio Euro zur Verfügung, die mit mindestens 50 Prozent nationaler Mittel ergänzt werden müssen. Bis 31.08.2011 wurden in insgesamt 33 Förderprojekten 15 Mio Euro (60 Prozent) der verfügbaren EU-Mittel gebunden.

Projekte in der CENTROPE-Region

"Die zahlreichen EU-Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit dienten nicht nur als Grundlage, die CENTROPE-Region aufzubauen. Sie helfen auch weiterhin, noch vorhandene Grenzen abzubauen. So trugen und tragen beispielsweise die Bildungsprojekte dazu bei, dass unsere Kinder und Jugendlichen mit dem Bewusstsein aufwachsen, in der CENTROPE-Region zu leben", stellte die für die Verwaltung Verantwortliche, Dipl.-Ing. Christiane Breznik (MA 27), fest.

Aus der thematischen Vielfalt der Projekte, die im Programm der grenzüberschreitenden "Europäischen Territorialen Zusammenarbeit" mit der Slowakei, Tschechien und Ungarn gefördert werden, sind die wichtigsten heraus gegriffen:

Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Bildung und Forschung

o Re-Design Network: Aus Abfallprodukten werden neue Design-Objekte gefertigt. Während Designer die Originalität und Attraktivität der Produkte gewährleisten, erfolgt die Produktion durch suchtkranke Menschen.

o EdTWIN: Das Projekt EdTwin bietet Kindern die Gelegenheit, spielerisch Worte und Redewendungen in Ungarisch, Tschechisch und Slowakisch zu lernen. Lehrer und Lehrerinnen bekommen ein Forum, die Bildungssysteme in Ungarn, Tschechien und der Slowakei kennen zu lernen und sich über didaktische Methoden, Lehrinhalte oder Schulsysteme auszutauschen.

Kultur

o Arch4579: Mittels eines eigens entwickelten Verfahrens sollen historisch bedeutende Gebäude aus der Periode 1945 bis 1979 in Wien und Brünn erfasst, bewertet und in einer elektronischen Datenbank gespeichert werden. Diese Daten können somit für bauliche Maßnahmen (etwa bei thermischer Sanierung des Gebäudes) herangezogen werden. o Amus: befasst sich mit der Pflege und Kultivierung der Alten Musik (15. bis 18. Jahrhundert) durch StudentInnen der Musikwissenschaften in Bratislava und Wien . Zahlreiche Konzerte stehen einem breiten Publikum offen. Dadurch wird das Bewusstsein für das gemeinsame kulturelle Erbe gestärkt.

o Spuren: errichtet eine Kulturroute zwischen Wien und Brno, die das Architekturerbe des frühen 20. Jahrhunderts im Großraum Mähren, Niederösterreich und Wien aufzeigt.

Gesundheit

o UM-MUKI: Es werden 200 Mutter-Kind-Paaren aus Wien und Bratislava Blutproben entnommen, die auf Schwermetalle und synthetische Verbindungen untersucht werden. Die gewonnenen Daten geben darüber Aufschluss, welche Stoffe besonders lange im Körper verweilen und welche Auswirkungen sie haben.
Gesundheitswesen

o HEALTH und SUKI: HEALTH beschäftigt sich speziell mit Verbesserungspotenzialen für die Problemstellungen der Energie- und Ressourceneffizienz im Gesundheitsbereich des österreichisch-ungarischen Grenzraums. SUKI (Sustainable Kitchen) hat das Ziel, den Energieverbrauch und die Kohlendioxid-Emissionen in Großküchen zu reduzieren.
Umwelt und Energie

o Ecowin: gewährleistet die Sicherung des österreichischen, tschechischen und ungarischen Weinbaus durch eine verbesserte nachhaltig-biologische Wirtschaftsweise. Die Wiederansiedlung typischer Weinbergbegleitpflanzen erhält und verbessert den Artenreichtum des Lebensraums.
Verkehr und Erreichbarkeit

o Twin City Rail: Ziel des Projekts ist die Schaffung einer Eisenbahnverbindung auf der kürzesten Strecke zwischen Wien und Bratislava. Die bestehende Infrastruktur über Stadlau und Marchegg wird zur Steigerung der Streckenkapazität auf zweigleisige und elektrifizierte Bahnen ausgebaut. Durch die Errichtung von neuen Haltestellen auf der gesamten Strecke sollen mehr Passagiere aus der unmittelbaren Umgebung gewonnen werden.

Für Wiener Kooperationen mit den Nachbarregionen in Tschechien, Ungarn und der Slowakei stehen insgesamt rund 40 Mio. Euro zur Verfügung. Die Projekte sind bis zu 85 Prozent ihrer Gesamtsumme von der Europäischen Union gefördert. Die restlichen 15 Prozent müssen die an den jeweiligen Projekten beteiligten Staaten aufbringen.

Standplätze der Wanderausstellung

Die Ausstellung "EU-Projekte für Wien" ist vom 25. Oktober bis 4. November 2011 für die Bevölkerung in der Stadtinformation zugänglich. In der Folge ist sie vom
8. bis 19. November 2011 im EKZ-Stadion Center zu sehen.

Ab 21. November 2011 wird die Ausstellung dem Wiener Stadtschulrat für Schulklassen zur Verfügung gestellt. Die Europäische Mittelschule - ein EU-Projekt der ersten

Förderperiode - wird SchülerInnen ausbilden, die ihre KollegInnen durch die Ausstellung am Standort 7., Neustiftgasse 100, führen werden (21. November -2. Dezember 2011).
Vom 5.- 23. Dezember 2011 wird im CERNET-Centrum SchülerInnen der gesamten CENTROPE-Region die Möglichkeit zur Besichtigung geboten.

o Pressebild: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=13576

Rückfragen & Kontakt:

DI Christiane Breznik
EU-Förderungen - Internationale Kooperationen
Telefon: 01 4000-27060
E-Mail: christiane.breznik@wien.gv.atDI Heinrich Weber
EU-Förderungen - Urbanistik
Telefon: 01 4000-27050
E-Mail: heinrich.weber@wien.gv.atEva Gsteu-Kirschbaum
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01 4000-27070
Mobil: 0676 8118 27070
E-Mail: eva.gsteu-kirschbaum@wien.gv.at
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