Bestatter plädieren für einfachere Regelung bei Überführung von Verstorbenen

Bestattung und Friedhöfe Wien treten in Brüssel für Entbürokratisierung und Vereinfachung der EU-Richtlinie über die Überführung von Verstorbenen ein

Wien (OTS) - Die Bestattung und Friedhöfe Wien (BF) absolvierten
am 19. Oktober einen Arbeitsbesuch in Brüssel, bei dem die Geschäftsführer Dr. Christian Fertinger (für den Konzernbereich B&F), Dr. Markus Pinter (für Friedhöfe) und Mag. Jürgen Sild (für Bestattung) nationale und internationale Themen des größten kommunalen Bestattungs- und Friedhofsdienstleisters Österreichs in den Europäischen Institutionen diskutierten.

Internationales Abkommen für die Überführung von Verstorbenen soll geändert werden

Beim Arbeitsbesuch der Friedhöfe und Bestattung Wien wurde für eine Vereinfachung von internationalen Abkommen zur Überführung von Verstorbenen geworben. Dabei soll die entsprechende Richtlinie geändert werden, damit diese unbürokratischer und vor allem schneller abgewickelt werden können.

"Überführungen sind derzeit sehr bürokratisch geregelt. Das belastet Menschen in Ausnahmesituationen noch zusätzlich. Hier wollen wir eine deutliche Vereinfachung erreichen", sagte Fertinger in seiner Funktion als Vertreter der Europäischen Vereinigung des Bestattungswesens EFFS (European Federation of Funeral Services). Die BF Wien sind Sitz des Dachverbands, in dem in verschiedenen Arbeitsgruppen Erfahrungen ausgetauscht und neue Entwicklungen analysiert werden. So ist derzeit die Umsetzung der EU-Biozid-Richtlinie bei Einbalsamierungen ein Thema für viele Unternehmen.

Weiters war die "Europäische Route der Friedhöfe" ein wichtiges Anliegen, das der Geschäftsführer der Friedhöfe in Brüssel mit VertreterInnen der EU-Institutionen besprach. "Auch hier gibt es mit der ASCE (Association of Significant Cementeries in Europe) eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene", so Markus Pinter.

Wiener Begräbniskultur präsentiert sich im Wien-Haus in Brüssel

Den Ausklang des Arbeitsbesuches bildete eine Präsentation im Wien-Haus, bei der das interessierte Publikum nicht nur über das Unternehmen, sondern auch über die besondere Wiener Begräbniskultur informiert wurde. Vor den zahlreichen Gästen präsentierten die Geschäftsführer die Geschichte und Gegenwart des Unternehmens, das sich zu einem der größten in ganz Europa entwickelt hat.

"Der Umgang mit den Verstorbenen ist ein zivilisatorischer Ausweis jeder Kultur. Die Bestattung und Friedhöfe Wien sind bemüht, die Jahrhunderte alten heimischen Traditionen hochzuhalten", sagte Dr. Wittigo Keller, Kurator des Bestattungsmuseums Wien, der zum Abschluss die anwesenden Gäste zu einer virtuellen Führung durch die Geschichte und Gegenwart des Bestattungswesens lud.

"Wiener Unternehmen, gerade die kommunalen Betriebe der Stadt Wien, vor den Vorhang zu holen, gehört zu den zahlreichen Aufgaben des Wien-Hauses", erklärte Michaela Kauer, Leiterin des Verbindungsbüros der Stadt Wien zur EU, "die "Bestattung und Friedhöfe Wien" sind ein sehr gutes Beispiel für ein modernes Unternehmen, das in einem der sensibelsten Bereiche des menschlichen Lebens reüssiert."

Daten und Fakten zu Bestattung und Friedhöfe Wien

Die Bestattung Wien wurde 1907 gegründet und ist seit 1999 ein Unternehmen der Wiener Stadtwerke Holding AG. Die Bestattung Wien ist das größte Bestattungsunternehmen Österreichs und eines der größten Europas. Seit Bestehen wurden etwa zwei Millionen Beerdigungen organisiert. Jährlich werden knapp 18.000 Bestattungsleistungen durchgeführt. Die Bestattung Wien beschäftigt knapp 260 MitarbeiterInnen.

Die Friedhöfe Wien wurden 1902 gegründet. Seit 2008 sind sie ein Unternehmen der Wiener Stadtwerke Holding AG. In Wien gibt es 55 Friedhöfe, für 46 davon sind die Friedhöfe Wien verantwortlich. Mit dem Wiener Zentralfriedhof betreut das Unternehmen den zweitgrößten Friedhof Europas. Insgesamt sind die Friedhöfe Wien für 525.000 Grabstellen verantwortlich. Das Unternehmen beschäftigt knapp 400 MitarbeiterInnen.

Der Konzernbereich B&F Wien-Bestattung und Friedhöfe wurde 2010 als übergeordnete strategische Klammer sowie als Shared Service Organisation für zentrale Dienste über jene zehn Beteiligungen der Wiener Stadtwerke Holding AG gebildet, welche sich mit der Materie des Bestattung- und Friedhofswesens i.w.S befassen. Dazu sind auch die Partendruckerei, der Sargerzeugungsbetrieb u.a.m. zu zählen. Insgesamt sind hier knapp 1000 MitarbeiterInnen beschäftigt.

Als Teile der Wiener Stadtwerke stehen alle Konzernbereiche im 100%igen Eigentum der Stadt Wien.

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Mag.a Dagmar Strobel-Langpaul
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