Handelsschule wird Praxis Handelsschule

LR Stemer: Jugendliche fit für das Berufsleben machen

Bregenz (OTS/VLK) - Zu Beginn dieses Schuljahres wurde in Bezau, Bludenz und Feldkirch der Schulversuch Praxis Handelsschule gestartet. "Der Schulversuch ist ein wichtiger neuer Schulzweig, der die Jugendlichen durch praxisorientierte Ausbildung und die Vermittlung von sozialen Schlüsselqualifikationen gut auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet", sagte Schullandesrat Siegi Stemer im heutigen (Montag) Pressegespräch.

Die gesellschaftliche Entwicklung, die verstärkte Notwendigkeit zur längeren Ausbildung, geänderte technische Möglichkeiten in Büros oder Banken sowie der Trend, Absolventinnen und Absolventen höherer Schulen für Tätigkeiten, die früher Handelsschulabgänger gemacht haben, einzustellen, haben das Berufsbild der Handelsschülerinnen und -schüler verändert. Der neue Lehrplan der Praxis Handelsschule reagiert auf diese Entwicklungen: So ist beispielsweise ein Team aus fünf bis sechs Lehrerinnen und Lehrern drei Jahre lang für eine Schülergruppe verantwortlich, Fächer wurden zusammengelegt und Übungsphasen fix in den Stundenplan integriert. Die individuelle Lernförderung wird weiter ausgebaut. "Die Chancen der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt werden dadurch verbessert", zeigte sich Landesschulinspektor Walter Herbolzheimer überzeugt von diesem Schulversuch.

Verpflichtende Praxis

Ein wesentlicher Bestandteil im neuen Lehrplan ist die Praxis -und zwar im Ausmaß von 240 Stunden (insgesamt sechs Wochen oder 30 Tage), wobei 160 Stunden für alle Pflicht sind. Die Schulversuchsstandorte in Vorarlberg (Bezau, Bludenz, Feldkirch) werden diese in Form von Praxistagen im 2. Schuljahr absolvieren. Die Schülerinnen und Schüler werden einen Tag pro Woche die Praxis in einem Betrieb erleben, die anderen vier Tage sind sie in der Schule. "Eine vertiefende Berufsorientierung soll den Jugendlichen helfen, sich optimal auf den späteren beruflichen Einstieg vorzubereiten, denn immer wieder wird die Berufsentscheidung ohne eigentlichen Bezug zur Berufswelt und ohne Kenntnisse über die vielfältigen Möglichkeiten getroffen", erklärte Christoph Jenny, stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Schulversuchsstandorte

In ganz Österreich machen rund 20 Handelsschulstandorte mit. In Vorarlberg sind es drei Schulen, nämlich Bezau und Bludenz (je eine Klasse) sowie Feldkirch (zwei Klassen). "Von der Praxis Handelsschule erwarten wir eine raschere berufliche Orientierung, gestärktes Selbstbewusstsein durch die Erfahrung, gebraucht zu werden, und natürlich auch neue Impulse für den Unterricht", fasste Andreas Kappaurer, Direktorder Bezauer Wirtschaftsschulen, zusammen. Der Schulversuch "Praxis Handelsschule" ist auf zwei Jahre angelegt und soll dann in den Regelbetrieb übernommen werden.

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