SJÖ ad Jugendmonitor: Sichere Pensionen für uns Junge statt weitere Kürzungen!

Herausstreichung der schlechtesten 10 Jahre aus der Bemessung - Konflikt "Alt gegen Jung" und Misstrauen ins Pensionssystem werden bewusst geschürt

Wien (OTS) - Anlässlich des heute präsentierten Jugendmonitors plädiert SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi einmal mehr für die langfristige Sicherung und Verbesserung des Pensionssystems: "Die schwarzblauen Pensionskürzungen und das Schüren von Angst vor der Überalterung und Unfinanzierbarkeit haben Spuren hinterlassen. Nun muss die Politik sicherstellen, dass die heute Jungen nicht die Altersarmen von morgen sind." Dazu müssten zuallererst die 10 schlechtesten Gehaltsjahre aus der Bemessungsgrundlage der Pension herausgestrichen werden.

"Wenn Minister Mitterlehner sein Amt als Jugendminister ernst nimmt, muss er im Interesse der Jungen dafür sorgen, dass prekäre Jobs, Praktika und niedrige Anfangsgehälter nicht die künftigen Pensionen der Jungen massiv reduzieren. Weitere Kürzungen sind der absolute falsche Weg!", betont Moitzi, der sich durch die Ergebnisse des Jugendmonitors in seinen Forderungen bestätigt fühlt. Die Finanzierbarkeit des Pensionssystems sei in erster Linie keine Frage der Demographie, sondern des Lohnniveaus und des Beschäftigungsgrads:
"Hohe Beschäftigung und vollwertige Jobs mit angemessenen Löhnen sind die beste Sicherung des Pensionssystems. Zudem müssen Gewinne künftig in die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme mit einbezogen werden!"

Dass der oftmals von der Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und ÖVP herbeigeredete Generationenkonflikt nicht existiere, belege die hohe Wertschätzung älterer ArbeitnehmerInnen durch die Jungen:
"71 Prozent finden ältere KollegInnen überaus wichtig, gerade auch wegen deren Erfahrungsschatz. Nicht die Alten stehen einem sicheren Pensionssystem im Weg, sondern jene, die in Wahrheit kein Interesse am öffentlichen Pensionssystem haben. Auch die Jungen wollen für jahrzehntelanges hartes Arbeiten am Ende eine vernünftige Pension bekommen, sowie attraktive Jobs mit Gesundheitsförderung, Kinderbetreuungsmöglichkeit und angemessenen Löhnen. Das ist ein generationenübergreifendes Anliegen."

Einsparungsmöglichkeiten ortet Moitzi bei der steuerlichen Begünstigung der privaten Zukunftsvorsorge: "Hier könnten locker Kürzungen vorgenommen werden. Denn der Staat leistet sich hier die Förderung eines hoch unsicheren Systems, das noch dazu die staatliche Pensionsvorsorge untergräbt."

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