"Ausbildung statt Ausbeutung": Peschek und Häupl starteten Lehrlingskampagne

Insgesamt 70 Verteilaktionen vor Berufsschulen und bei Jugendversammlungen

Wien (OTS/SPW) - Mit der unmissverständlichen Ansage "Ausbildung statt Ausbeutung" starteten die FSG Jugend und die Wiener SPÖ-Jugendkoordination ("Ich bin Wien") am Montag ihre gemeinsame Kampagne. In den kommenden Wochen werden AktivistInnen bei über 70 Verteilaktionen vor Wiener Berufsschulen und bei Jugendversammlungen in Wiener Betrieben Lehrlingen für Gespräche zur Verfügung stehen und über ihre Forderungen informieren. "Vordringlichste Ziele sind eine bessere Qualität der Lehrausbildung inklusive Studienzugang mit erfolgreicher Lehrabschlussprüfung, höhere Lehrlingsentschädigungen und Einstiegsgehälter sowie eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden in der Woche", konkretisiert der Jugendvorsitzende der FSG Wien und Wiener SPÖ-Lehrlingssprecher, Christoph Peschek.****

Weiters fordert er einen "Berufsausbildungsfonds mit spürbaren Beiträgen von ausbildungsfaulen Betrieben". Denn bei einem Langzeitvergleich der Lehrstellen in der Privatwirtschaft sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Wurden 1980 noch 31.080 Lehrlinge ausgebildet, so waren es 2010 nur mehr 13.693. Peschek: "Hier muss schleunigst gehandelt und gegen gesteuert werden!"

"Besonderes Augenmerk widmen wir außerdem dem Bildungsvolksbegehren von Hannes Androsch", geht der Jugendkoordinator der SPÖ Wien, Bernhard Häupl auf einen weiteren Schwerpunkt der Aktionswochen ein. "Leider haben wir immer noch ein sozial selektives, ungerechtes Bildungssystem. Wir wollen echte Chancengerechtigkeit. Dazu braucht es das internationale Erfolgsmodell der gemeinsamen, ganztägigen Schule!", stellt Häupl dazu klar.

Informiert werden die Lehrlinge auch über bisher Erreichtes. Denn in Wien konnten zweifelsfrei Meilensteine gesetzt werden: "Die Wiener Ausbildungsgarantie gibt rund 4.500 Jugendlichen echte Zukunftsperspektiven, der Neubau der Berufsschule für Verwaltungsberufe ist ein Symbol für den Aufbruch in der Lehrlingspolitik und die kostenlose Berufsmatura schafft mehr Chancengerechtigkeit. Mit Lehrlings- bzw. Jugendwohnungen bietet die Stadt zudem ein Mehr an Lebensqualität für Jugendliche", betont Peschek.

"Lehrberufe sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Für beste Jobchancen bedarf es aber auch der besten Ausbildung. Der Ausbeutung von Lehrlingen gehört auf jeden Fall ein Riegel vorgeschoben. Dafür hauen wir uns mit aller Kraft - gemeinsam mit den Lehrlingen - ins Zeug!", so Peschek und Häupl abschließend. (Schluss) ah

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