Morgen Dienstag: Letzte Fohlen-Versteigerung in Maishofen

Minister Berlakovich ignoriert langjährige Tierschutz-Forderungen

Laaben (OTS) - Die letzte große "Schlacht"-Fohlen-Versteigerung
des heurigen Jahres findet morgen Diensatg, den 25.10.2011, wieder im Maishofen (Salzburg) statt, dem Zentrum des Noriker-Zuchtgebietes. Wie die Tierschutz-Organisation ANIMAL SPIRIT bereits mehrfach berichtet hat, werden jeden Herbst unzählige Tierkinder - bei Hengstfohlen sind es zwischen 80 und 90 % - meist viel zu früh ihren Müttern entrissen, auf Fohlenauktionen gezerrt, unsanft in oft übervolle Viehtransporter gestopft und Hunderte Kilometer in italienische Mastfabriken oder Schlachthöfe gekarrt.

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT:
"Letzten Dezember haben wir eine Petition gegen die Schlachtfohlen-Zucht mit ca. 5000 Unterschriften an das Landwirtschafts-Ministerium übergeben; Minister Niki Berlakovich hatte allerdings keine Zeit für uns wegen anderer "wichtiger" Termine. Zudem betreibt Herr Berlakovich weiterhin Realitätsverweigerung, indem er behauptet, daß es in Österreich lediglich Zuchtpferde und "keine Erzeugung von Schlachtfohlen" gäbe. Die Realität auf den Schlachtfohlenmärkten in Maishofen, Ebbs, Stadl Paura, Abtenau, Schladming, Feldkirchen, Gmünd, etc., wo die Viehhändler die oft nur 4 Monate jungen Fohlen zu Schnäppchen-Preisen ersteigern, spricht allerdings eine andere Sprache."

Die wichtigsten drei Forderungen aus unserer Petition waren und sind:

  • Keine Pferdezucht für das Schlachthaus!
  • Stopp den Langstrecken-Pferdetransporten!
  • Abschaffung der staatlichen und EU-Förderungen für die jährliche "Fohlen-Produktion".

Fast 250 Noriker- und Haflinger-Fohlen sowie -Pferde sind bei der morgigen Versteigerung wieder angemeldet, immerhin weniger als letztes Jahr! Sämtliche Tierkinder, die nicht von Privaten oder Tierschützern aufgekauft werden, werden auch diesmal wieder nach Italien für die Gaumen der italienischen "Gourmets" gehen.

ANIMAL SPIRIT wird auch bei dieser Auktion wieder versuchen, einerseits möglichst viele Fohlen freizukaufen - heuer waren es bereits mehr als 50! - und andererseits mit Infostand, Transparenten und Videofilmen über den langen und brutalen Weg der Fohlen in italienische Schlachthäuser informieren.

Dr. Planks abschließender Appell: "Herr Minister Berlakovich:
Stoppen Sie die Blockadepolitik bei Tierschutzagenden, die der österreichischen Bevölkerung ein dringendes Anliegen sind. Dazu gehören z.B. die tierquälerische Massentierhaltung (Stichwort Kastenstände der Sauen), Ferkel-Kastrationen ohne Narkose, betäubungsloses Schächten oder eben die Subventionierung der jährlichen Zucht von "Schlacht"-Fohlen!"

Rückfragen & Kontakt:

Animal Spirit
Dr. Franz-Joseph Plank
Tel.: 0676 708 24 34
office@animal-spirit.at
http://www.animal-spirit.at

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