Lungenentzündung durch Pneumokokken - viel zu geringe Durchimpfungsrate

2010 starben in Österreich doppelt so viele [1] Menschen an Lungenentzündung als im Straßenverkehr. Häufig tritt Lungenentzündung als Folge von Influenzaerkrankungen auf.

Brunn am Gebirge (OTS/SPMSD) - Weltweit gibt es mehr als 90 verschiedene Pneumokokken-Serotypen. Diese Bakterien können schwere Erkrankungen wie Lungen-, Hirnhaut- oder Mittelohrentzündung auslösen. Dabei sind 23 Serotypen für über 90 Prozent aller Pneumokokken-Erkrankungen verantwortlich.
Die Influenza bereitet den Pneumokokken häufig den Weg. In einem durch Influenza geschwächten Körper haben die Pneumokokken-Erreger ein leichteres Spiel.

Deshalb gibt es seit Jahren in Österreich eine umfassende Pneumokokken-Impfempfehlung für ältere Personen. "Trotz dieser Empfehlung sind aber nur ca. 10% in dieser Altersgruppe geimpft. Wir führen daher gemeinsam mit der österreichischen Apothekerkammer von 01.10.2011 bis 31.12.2011 eine Impfaktion durch, um möglichst vielen Menschen die empfohlene Impfung zu ermöglichen" so Dr. Bettina Isnardy von Sanofi Pasteur MSD.

Darüber hinaus gibt es seitens mehrerer Krankenkassen (SVA, BVA, SVB und mehrere Betriebskrankenkassen) Zuschüsse zwischen 7 und 15 Euro, die den Preis im Aktionszeitraum weiter reduzieren. Die Krankenkassen zahlen diese Zuschüsse auch nach der Aktion weiterhin bis 31.08.2012.

Der einzig zugelassene Pneumokokkenimpfstoff in Österreich (23-valenter Polysaccharidimpfstoff) für ältere Personen bietet nach Angaben des nationalen Referenzzentrums für Pneumokokken eine sehr hohe Abdeckung [2] gegenüber den in Österreich vorkommenden Serotypen und erfasst damit den größten Teil des relevanten Spektrums.

Die Wirksamkeit des Impfstoffes ist gut belegt, so beziffert z. B. eine Metaanalyse von 22 Studien der Cochrane Collaboration aus dem Jahr 2008 die Wirksamkeit des Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffes auf bis zu 74 % [3].

Die häufigsten unerwünschten Reaktionen nach der Impfung mit dem 23-valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff sind Fieber und lokale Reaktionen am Verabreichungsort (Einstichstelle)[4].

Impfempfehlung des Österreichischen Impfplanes [5]

Der österreichische Impfplan 2011 empfiehlt eine einmalige Impfung mit dem 23-valenten Polysaccharidimpfstoff für alle Personen ab dem 65. Lebensjahr [5]. Darüber hinaus wird die Pneumokokken-Impfung von Risikogruppen ab dem vollendeten 2. Lebensmonat ebenfalls empfohlen (z.B. kardiovaskuläre und pulmonale Erkrankung; Diabetes mellitus; Niereninsuffizienz, u.a.)[4].

[1]http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/
todesursachen/todesursachen_im_ueberblick/index.html Gestorbene 2010 nach Todesursachen und Bundesländern [letzter Zugriff am 20.10.2011). [2] Nationale Referenzzentrale für Pneumokokken an der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH. Jahresbericht 2010.
[3] Moberley SA et al. Vaccines for preventing pneumococcal infection in adults. The Cochrane Library 2008; 3: 1-44.
[4] Fachinformation Pneumo 23, Stand 01/2010
[5] Österreichischer Impfplan 2011.

Informationen zu Sanofi Pasteur MSD

Sanofi Pasteur MSD kann als Gemeinschaftsunternehmen auf die Innovationen und die Erfahrungen von Sanofi Pasteur - der Impfstoff-Sparte von Sanofi - und von Merck & Co. zurückgreifen. Sanofi Pasteur MSD ist das einzige Unternehmen in Europa, das sich ausschließlich auf Impfstoffe spezialisiert hat. Weltweit arbeiten erfahrene Forschungsteams von Sanofi Pasteur und Merck & Co für Sanofi Pasteur MSD an der Entwicklung neuer Impfstoffe für Europa, die darauf abzielen, den Impfschutz auf weitere Krankheiten auszudehnen und bestehende Impfstoffe zu perfektionieren, um so die Verträglichkeit, die Wirksamkeit und die Akzeptanz von Impfungen zu verbessern.

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