Hypo-Mitarbeiter wehren sich: "BayernLB hat durch katastrophale Fehler Hypo de facto in Insolvenz getrieben"

BZÖ-Petzner: "Die Wahrheit kommt Stück für Stück ans Licht"

Wien (OTS) - Auf den wichtigen Umstand, dass sich nunmehr die Mitarbeiter der Hypo Alpe Adria selbst zu wehren beginnen und klarstellen, dass die deutsche BayernLB für die Pleite der Hypo Alpe Adria verantwortlich ist, macht der stellvertretende BZÖ-Klubobmann NRAbg. Stefan Petzner heute aufmerksam.

Laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung", heißt es nämlich in einer Klagebeantwortung der Hypo-Mitarbeiterstiftung an die Adresse der Bayern wörtlich: "Vielmehr war es die klagende Partei (die BayernLB Anm.) selbst, die durch katastrophale Fehler in der Führung (. . .) die Hypo de facto in die Insolvenz getrieben hat, sodass die Republik Österreich die Bank zum Preis von einem Euro übernehmen und auf Kosten des österreichischen Steuerzahlers sanieren musste." Und die Mitarbeiter finden auch deutliche Worte für die fast kriminellen Hintergründe der Notverstaatlichung und kritisieren zu Recht, dass "am 4. Dezember 2009 von der BayernLB eine Kreditlinie in der Höhe von 500 Millionen Euro gekündigt und am 11. Dezember 2009 (einen Tag vor der Verstaatlichung, Anm.) ein Kredit in der Höhe von rund 500 Millionen Euro fällig gestellt wurde, womit man der Hypo bewusst Kapital entzogen und so die Pleite vorsätzlich herbei geführt hat. Dem nicht genug, kommen auch die Bundesregierung und die damals politischen Verantwortlichen schlecht weg, wenn es heißt, die Verhandlungen seien "in höchst dilettantischer Form (. . .) über die Öffentlichkeit geführt worden", wodurch "mehr als eine Milliarde Kapital von der Hypo abgezogen wurde und eine Unzahl von Kunden die Bank verlassen hat."

Dazu der stellvertretende BZÖ-Klubobmann: "Die vielen fleißigen kleinen Mitarbeiter der Hypo Alpe Adria tragen mit ihren wichtigen Worten dazu bei, dass die Wahrheit Stück für Stück ans Licht kommt. Sie haben dabei mit dem BZÖ einen Unterstützer, denn wir sind die einzigen, die seit Monaten und mittlerweile Jahren genau diese Wahrheit aufzeigen. Nämlich, dass der deutsche Mehrheitseigentümer BayernLB für die Pleite verantwortlich ist und nicht die Mitarbeiter oder das Bundesland Kärnten sowie, dass die Verhandlungen in Sachen Notverstaatlichung schlecht geführt wurden, was zur Folge hat, dass der österreichische Steuerzahler für die Misswirtschaft einer deutschen Bank zur Kasse gebeten wird."

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