90 Jahre AK 3 - Foglar, Tumpel betonen Einsatz für Gerechtigkeit

Tumpel: "Gefährliches Spiel an den Börsen beenden" - Foglar: "Beim sozialen Fortschritt Freunde der AK auf unserer Seite"

Wien (OTS) - Das gefährliche Spiel an den Börsen, das "ein ganzes Sytem an die Wand gefahren hat", dürfe nicht weiter fortgeführt werden, sagte AK Präsident Herbert Tumpel heute, Donnerstag, in seiner Rede beim Festakt zu 90 Jahre Arbeiterkammer. Die Menschen würden nicht verstehen, dass Spekulanten eine Krise verursacht haben, und jetzt heiße es, sie, die Menschen, hätten über ihre Verhältnisse gelebt. Jetzt sei es dringend notwendig, endlich die Finanzmärkte zu regulieren, skizzierte Tumpel die Herausforderung im Einsatz "für Fairness und Gerechtigkeit". ÖGB Präsident Erich Foglar hob "den untrennbaren Weg der AK mit den Gewerkschaften" hervor: "Bei der sozialen Gerechtigkeit stehen die Freunde der AK auf unserer Seite."

"Soziale Sicherheit ist die verlässlichste Grundlage der Demokratie", zitierte AK Präsi-dent Herbert Tumpel Johann Böhm, den Gründungsvorsitzenden des Österreichischen Gewerkschaftsbunds. Diese Aussage stehe nicht von ungefähr im Foyer des Wiener Arbeiterkammer-Gebäudes als Motto an der Wand. Sie sei "heute genauso wichtig wie in der Vergangenheit".

Gemeinsam mit den Gewerkschaften und den Sozialpartnern sei es gelungen, wesentli-che Fortschritte zu erzielen, etwa Unternehmerbeiträge zur Sozialversicherung bei ge-ringfügiger Beschäftigung oder den selben Lohn wie für die Stammbelegschaft für Leih-arbeiter. Aktuell müsse im Interesse der Realwirtschaft die Finanzspekulation reguliert werden, wie es die Sozialpartner seit zwei Jahren vorschlagen. Jetzt, so Tumpel, gehe es für die Menschen wie schon in der Vergangenheit "um Fairness, Gerechtigkeit, gerechte Verteilung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben".

ÖGB Präsident Erich Foglar war der erste Gratulant auf dem Festakt. Foglar bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer. Sie sei erst 70 Jahre nach der gesetzlichen Interessenvertretung der Wirtschaft gegründet worden, dann hätten die Ge-werkschaften endlich den Partner gehabt, "den sie so dringend benötigten".

Aktuell gehe es "einfach um die Verteilungsgerechtigkeit" in allen Bereichen - von der Lohnfindung im Betrieb und per Kollektivvertrag über die Frage, welche Gruppe in der Gesellschaft bei der Steuer wie viel zum Staat beiträgt bis hin zum gleichen Lohn für gleiche Arbeit von Frauen. "Da wissen wir die AK ganz einfach auf unserer Seite", so Foglar: "Die Arbeitnehmerbewegung wäre ein enormes Stück ärmer, gäbe es keine AK."

(Forts.)

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