ÖVP Wien: Steinhofgründe müssen vor städtebaulicher Verschandelung geschützt werden

Weltkulturerbe soll Sensibilität von historisch wertvollen Stätten gewährleisten

Wien (OTS) - Schon eine Volksbefragung hat 1981 trotz verklausulierter Fragestellung durch die SPÖ ein eindeutiges Votum gegen die wilde Verbauung der Steinhofgründe gebracht. Schon damals hat sich die Bevölkerung sehr weise und sensibel gezeigt, wenn es um die Verbauung kulturell wertvoller und ökologisch sensibler Flächen in dieser Stadt geht. Es ist nicht anzunehmen, dass sich das heute geändert hätte.

ÖVP Wien Stadtrat Mag. Manfred Juraczka dazu: "Für die ÖVP war immer klar, dass eine Bebauung nur dann erfolgen kann, wenn ausreichend Bedacht auf die kulturelle und naturhistorische Bedeutung des ursprünglichen Bauensembles genommen wird. Diese Voraussetzungen sind nicht erfüllt - im Gegenteil. Wenn die Bebauung der sogenannten Steinhofgründe in der jetzt zu beobachtenden Art fortgeführt wird, bedeutet das einen Anschlag auf ein denkmalgeschütztes Ensemble."

Ausgerechnet dort wo die Stadt Wien eine städteplanerische Großtat vollbracht hat, soll jetzt vollkommen bar jeder Verantwortung im Hinblick auf Ensembleschutz ein Vorzeige- und Mustersozialprojekt der Stadt Wien zerstört werden. Die ÖVP Wien fordert daher in einem Antrag das Gebiet in die Welterbeliste der UNESCO aufzunehmen. Also den Weltkulturerbe-Status für die Steinhofgründe.

ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb im heutigen Pressegespräch dazu: "Die Verantwortlichen in dieser Stadt sind offenbar nicht willens oder in der Lage Sensibilität für Ihre Stadt und ihre Kulturdenkmäler zu entwickeln - dann muss man sie eben unterstützen. Weltkulturerbe bedeutet nachdenken, und schließt dynamische Weiterentwicklung nicht aus, man muss sich nur einem besonderen Qualitätslevel unterwerfen."

Otto Wagner war einer der großen Wegbereiter der Wiener Moderne. Er propagierte eine zeitgemäße Architektur, die dem Leben moderner Menschen gerecht wird. Wagners Entwürfe vereinten technisch-konstruktive Zweckmäßigkeit mit hohem ästhetischem Anspruch. Das denkmalgeschützte Ensemble ist weltweit ein Unikat und ein planungstechnisches Meisterwerk. Wenn dieses Gebiet weiterentwickelt werden soll, dann muss heute der selbe Qualitätsstandard angesetzt werden.

"Offenbar muss man die Stadt und ihre Bürger vor den Verantwortlichen schützen und das tun wir mit diesem Antrag," so Juraczka und Leeb zum Abschluss des Pressegesprächs unisono.

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