Firmenfahrzeuge als Motor der Wirtschaft!

Der Firmenwagen ist nicht nur Werkzeug der Wirtschaft, sondern gleichzeitig auch die Basis für gewerbliche Mobilität. Rund die Hälfte aller Neuzulassungen fällt heuer auf dieses Segment.

Wien (OTS) - Damit haben die Arbeitgeber einen ganz wesentlichen Anteil daran, dass neue und somit auch umweltfreundliche Autos auf unsere Straßen kommen. Firmenfahrzeuge sind auch die Visitenkarte von Unternehmen, wodurch gerne in neue Technologien investiert wird, um den eigenen Fortschritt auch im Automobil der Mitarbeiter darzustellen. Zugleich ist der Firmenwagen eine Form von Mitarbeitermotivation und für viele Menschen ein Arbeitsplatz, den sich Unternehmer auch leisten können müssen.

In nahezu ganz Europa ist ein Firmenfahrzeug genauso steuerlich anerkannt wie jedes andere Betriebsmittel. Österreich hält hier an Vorschriften fest, die auf eine Zeit vor der EU zurückgehen und damals wie heute dem internationalen Wettbewerb im Weg stehen. Während für andere Arbeitsmittel keine Obergrenze gilt, ist beim Firmenwagen bei 40.000 Euro Schluss. Alles darüber wird als "privater" Luxus extra besteuert. Auch hinsichtlich der Abschreibungsdauer von gewerblich genutzten PKW ist man hierzulande mit acht Jahren auf einem Wert, der in der Praxis nicht realisierbar ist. Man stelle sich nur vor, wie ein PKW, der 50.000 Kilometer pro Jahr im harten Arbeitseinsatz läuft, nach acht Jahren aussieht. Als umweltfreundliches und zugleich sicheres Werkzeug eines Unternehmens ist er durch die damit einhergehende Abnutzung im Normalfall nicht mehr geeignet. Zusätzlich zu den genannten Hürden, die für jedes Unternehmen das Thema Firmenfahrzeug unnötig verteuern, gesellen sich der für PKW-Modelle nicht mögliche Vorsteuerabzug (von Ausnahmen wie Taxi, Fahrschulen etc. abgesehen), die weiterhin in Teilbereichen nicht EU-konforme Normverbrauchsabgabe und die erst letztes Jahr beschlossene verschärfte Zulassungssteuer bei Fahrzeugen, die aufgrund Ihrer Größe (Stichwort Personentransport) nicht unter die vorgegebenen 160 Gramm kommen können.

All diesen teuren Hürden zum Trotz sind Österreichs Unternehmer immer noch bereit, viel Geld für Firmenwagen auszugeben um damit ihren Mitarbeitern ein Transportmittel, das oft auch ihr Arbeitsplatz ist, zur Verfügung zu stellen. Dieses Faktum macht deutlich, dass die steuerliche Nutzung von Firmenwagen dringend verbessert werden muss. Als wesentliche Stütze der Erneuerung der Fahrzeuge auf unseren Straßen und als essentielles Standbein für den KFZ-Handel ist es an der Zeit, den gewerblich genutzten PKW allen anderen Betriebsmitteln gleichzusetzen. Die jetzige Situation hinsichtlich der steuerlichen Akzeptanz steht der ständig notwendigen Erneuerung von Firmenautos im Weg und unterstreicht damit ihre mangelnde Zeitmäßigkeit.

Ingo Natmessnig, Sprecher der Automobilimporteure: "Wir als Hersteller haben in den letzten Jahren alle Hebel in Bewegung gesetzt, um gleichermaßen wirtschaftliche wie umweltfreundliche Fahrzeuge und damit auch optimale Firmenwagen anbieten zu können. Wenn sich Firmen dann aber die Fahrzeuge aufgrund der extremen steuerlichen Belastung nicht leisten können, findet die Neuerung und damit der Wechsel zu sparsameren und zugleich auch sichereren Fahrzeugen nicht statt. Ganz besonders hart trifft es die heimische Autobranche dann, wenn Unternehmen ihren Fuhrpark ins Ausland auslagern, wo sie die steuerliche Absetzung zur Gänze geltend machen können. Mit diesem Vorgehen verlieren wir unsere Kunden und dem Staat entgehen Steuereinnahmen in Millionenhöhe."

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Arbeitskreis der Automobilimporteure
Dr. Christian Pesau
Geschäftsführer
Tel.: +43-1-71135-2760
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