Mit einer Teilsanierung können Haushalte fast 60% ihrer Heizkosten senken

Es muss keine umfassende Sanierung sein - Für Schnellentschlossene bietet der Installateur eine gute Alternative: Ein neues Heizsystem!

Wien (OTS/PWK745) - Die Österreichische Energieagentur hat bestätigt, dass eine Teilsanierung eine gute und sinnvolle Möglichkeit ist, die Energiekosten zu reduzieren. Eine Modernisierung der Heizungsanlage und die Dämmung der obersten Geschoßdecke oder des Dachbodens - also eine Teilsanierung - ist deutlich preiswerter und effizienter als eine umfassende Gesamtsanierung.

So belaufen sich die Kosten für die Teilsanierung eines typischen Einfamilienhauses, errichtet vor 1980 mit einem 30 Jahre alten Heizsystem, auf durchschnittlich 20.000 Euro. Eine umfassende Gesamtsanierung - ebenfalls inklusive Erneuerung der Heizungsanlage -beläuft sich in der Regel auf rund 60.000 Euro. Bei den Energieeinsparungen ist das Verhältnis allerdings umgekehrt: Da kann man mit einer Teilsanierung fast 60% der Heizkosten reduzieren.

Diese Ersparnis tritt im großvolumigen Wohnbau noch viel deutlicher zu Tage: Dort kann im Zuge der Teilsanierung - also Heizungsmodernisierung und Dachbodenisolierung - mit nur einem Viertel des Kapitaleinsatzes bereits drei Viertel der möglichen Energieeinsparung realisiert werden.

Kann man bei einer Heizungsanlage ab Baujahr 1995 noch von einer genauen Dimensionierung ausgehen, so trifft das auf den überalterten Heizungsbestand in Österreich nicht zu. Immerhin sind ein Drittel der Anlagen seit über 20 Jahren in Betrieb. Dies spricht zwar sehr für die Qualität der Anlagen, aber vom neuesten Stand der Technik sind diese weit entfernt und zusätzlich noch überdimensioniert. "Die Wirkungsgrade der Anlagen sind heute deutlich höher - je nach System um bis 30% - und die Leistung kann dank modulierender Systeme und neuer Regelungs- und Speichertechnik besser auf den Bedarf abgestimmt werden", erklärt Elisabeth Berger von der VÖK, Vertreterin der Heizungsindustrie.

"Interessant ist, dass bei Gebäuden der 1980er Jahre oder solchen, die vor 30 Jahren bereits auf diesen Standard saniert wurden, die Teilsanierung deutlich besser abschneidet: Die Einsparung von einer MWh-Primärenergie kann mit maximal 39 Euro realisiert werden. Bei einer Vollsanierung kostet dieselbe Maßnahme über 110 Euro, also etwa das Dreifache", erläutert Berger. Fast ebenso hoch ist der Effekt für die Einsparung von CO2: Bei der Teilsanierung muss für eine eingesparte Tonne CO2 rund 220 Euro aufgewendet werden - die gleiche Reduktion kostet bei der umfassenden Gesamtsanierung ca. 720 Euro also das 2,5-fache.

Bundesinnungsmeister Mattes: Langjährige Forderung bestätigt!

"Die Heizungsmodernisierung muss integraler Bestandteil jeder umfassenden Sanierung sein. Die Teilsanierung als kostengünstige und effektive Maßnahme sollte jedenfalls von Bund und Ländern auch als Einzelmaßnahme gefördert werden", fordert Bundesinnungsmeister Mattes. "Wir haben in den vergangenen Jahren immer gefordert, die Heizungssanierung ebenfalls uneingeschränkt in den Sanierungsscheck aufzunehmen. Nun sehen wir uns bestätigt, dass bei sehr günstigem Mitteleinsatz sehr hohe Energieeinsparungen erzielt werden können. Dies sollten wir nutzen, um den CO2-Einsparungszielen rascher näher zu kommen", so Mattes weiter. "Gleichzeitig können wir auch eine wirkungsvollen Konjunkturimpuls setzen - immerhin ist ein Drittel des Heizungsbestandes veraltet. Die 40.000 Installateure sehen sich dieser Herausforderung durchaus gewachsen", ist Mattes überzeugt. (AC)

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