Klacska: Drei der zehn prioritären Korridore in Europa verlaufen durch Österreich

Wettbewerb um EU-Fördermittel wird sich verschärfen

Wien (OTS/PWK744) - Die Europäische Kommission hat gestern, Mittwoch, den Verordnungvorschlag für eine "Connecting Europe Facility" vorgelegt. Dabei geht es um konkrete Vorschläge zu grenzüberschreitenden Projekten im Energie-, Verkehrs- und IKT-Bereich.

"Mit dem Donau-Korridor, der Brennerachse sowie dem Baltisch-Adriatischen Korridor verlaufen drei der zehn geplanten prioritären Verkehrskorridore Europas durch Österreich", betont Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Verkehr in der WKÖ. Für alle Mitgliedsstaaten, die nicht auf Kohäsionsfondsmittel zugreifen können, sieht der mehrjährige Finanzrahmen 2014-2020 für Verkehrsprojekte Fördermittel in der Höhe von 21,7 Mrd. Euro vor. Der überwiegende Teil dieser Mittel ist für Schienennetz- und Wasserstraßenausbau vorgesehen.

"Österreich spielt als Verkehrsknoten in Europa eine bedeutende Rolle, muss sich aber - wie die anderen Mitgliedstaaten auch - in Zukunft in einen intensiveren Wettbewerb um EU-Fördermittel begeben", so der WKÖ-Obmann.

Es ist darauf zu achten, dass aus Sicht der WKÖ notwendige Straßenbauprojekte wie etwa die S1-Donauquerung aufgrund der Prioritätensetzung der Europäischen Kommission keinesfalls weiter nach hinten verschoben werden. Nicht erfreulich ist aus Sicht der Wirtschaft auch, dass sich die Achse Summerau-Spielfeld nicht im Vorschlag der Europäischen Kommission findet. Klacska: "Für die heimische Wirtschaft ist diese als Bindeglied zwischen den Häfen der Nordsee und der nördlichen Adria notwendig, welche durch den absehbaren EU-Beitritt Kroatiens zusätzlich an Bedeutung gewinnt."

Langfristiges Ziel für die europäische Verkehrsinfrastruktur ist es, bis 2050 ein multimodales Basisnetz zu schaffen. Dieses ist schrittweise zu verwirklichen, indem bis 2030 mit dem prioritären Kernnetz das Herzstück der künftigen Verkehrsinfrastruktur verwirklicht werden soll. Die gesamten Ausbaukosten bis zum Jahr 2050 werden auf rund 500 Mrd. Euro geschätzt. (PM)

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