Salzburg: Bereits jede zweite Anfrage entfällt auf Mietobjekte

Preise für Eigentumswohnungen steigen zweistellig, Mieten geringer als Inflation

Wien (OTS) - Am Immobilienmarkt des Bundeslandes Salzburg liefern sich Miet- und Kaufobjekte ein Kopf an Kopf-Rennen. Noch zu Beginn des Jahres lag das Eigentum mit rund 60 % gemessen an den Anfragen deutlich voran. Gleichzeitig ist erkennbar, dass Eigentumswohnungen preislich in erheblich höherem Ausmaß zulegen als Mietwohnungen.

Basierend auf den Daten von IMMOBILIEN.NET, Österreichs größter Immobilienplattform, können derzeit einige spannende Trends in Salzburg identifiziert werden. Betrachtet man etwa die von Immobiliensuchenden getätigten Anfragen genauer, wird schnell klar, dass Mietwohnungen in Salzburg aktuell die beliebteste Immobilienart sind. Die Nachfragedaten zeigen: ihr Anteil liegt bei etwa 48 %. Danach folgen Eigentumswohnungen mit 27 % und Häuser im Eigentum mit rund 17 % - vor noch einem Jahr lagen beide mit etwa 19 % gleich auf. Nur 5 % aller Anfragen entfallen auf Grundstücke.

"Im Zuge der Flucht in die Sach- und Grundwerte ist ein regelrechter Ausverkauf von Eigentumswohnungen im Gange. Der hohen Nachfrage steht ein sinkendes Angebot gegenüber. Als Nachfrager treten vor allem sogenannte 'Wohnungsverbesserer' auf, die ihre an sich gute Wohnsituation noch hinsichtlich Lage, Größe und Ausstattung verbessern wollen. Geeignete Objekte sind rar und Eigentümer solcher überlegen es sich zweimal, diese gerade jetzt in einem Markt mit steigenden Preisen zu veräußern", so Mag. Alexander Ertler, Geschäftsführer von IMMOBILIEN.NET. In der Folge trocknet der Markt angebotsseitig aus und es kommt zu weniger Kauftransaktionen als möglich. Diese Entwicklung ist in Salzburg besonders deutlich. Ertler weiter: "Eigentumswohnungen sind als Investitionsobjekt sehr beliebt - besonders bei gebrauchten Wohnungen sind die Preise in Salzburg Stadt und Umgebung deutlich gestiegen, während die Mieten in moderatem Ausmaß, das heißt unter der Inflationsrate, nachziehen. In der Folge drückt dies natürlich deutlich auf die Renditen, welche teilweise nur noch knapp über 3 % liegen. Ein Phänomen, das man auch von Wiens besten Bezirken kennt."

Konkret werden derzeit gebrauchte Eigentumswohnung im Bundesland Salzburg um 2.271 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Median angeboten. Dies entspricht einer Steigerung von 11 % im Jahresvergleich. "Wir sehen einen drastischen Preissprung bei gebrauchten Eigentumswohnungen und eine Seitwärtsbewegung bei neuen oder generalsanierten Objekten. Hot Spot ist die Stadt Salzburg, verglichen mit Städten wie Wien oder Innsbruck gibt es aber noch Luft nach oben. In Wiens achtem Bezirk etwa lag der Median im September bei 3.040 Euro, in Innsbruck werden Gebrauchtwohnungen um 2.586 Euro angeboten." Eigentumswohnungen in peripheren Regionen Salzburgs steigen im Preis rasch, allerdings lässt sich bei teureren Objekten, die nicht dem Top-Segment angehören, bereits eine Plafondbildung erkennen - dies gilt sowohl für Miet- als auch Kaufobjekte.

Die Teuerung bei Mietwohnungen liegt deutlich unter dem Verbraucherpreisindex. Salzburgweit stiegen die Mieten um 1,8 % für Gebrauchtwohnungen und 3,3 % für Erstbezüge, sie liegen damit bei 9,-bzw. 11,50 Euro pro Quadratmeter. Es zeigt sich eine Aufholbewegung:
niedrige Mieten steigen stärker als hohe.

Das Einfamilienhaus - bundesweit gesehen nach wie vor DER Wohntraum der Österreicher - liegt in Salzburg nur auf Rang 3 der Beliebtheitsskala. Auf Einfamilienhäuser oder Grundstücke entfällt lediglich ein Viertel der Anfragen. "Häuser werden ausschließlich in Salzburg Stadt und Umgebung stark nachgefragt. Nach jahrelanger Stagnation ist es nun auch in diesem Bereich zu einem Preissprung gekommen. Der Trend zum Haus im 'Speckgürtel' erlebt ein Revival, während andernorts die Preisentwicklung stockt", stellt Ertler fest. "Der regionale Preissprung basiert im wahrsten Sinn des Wortes auch auf 'guten Gründen' - so tragen die Grundstückspreise ihres zum Preisanstieg bei."

Angebotsstruktur

Die Angebotsstruktur in Salzburg ist in Bewegung. Kaufimmobilien machen derzeit 75 % des Angebots aus, vor einem Jahr lag deren Wert noch bei 85 %. Der Anteil von Eigentumswohnungen am Immobilienangebot in Salzburg sinkt, dennoch stellt dieser 38 % des Angebots dar. Von den Anfragen entfallen aber lediglich 28 % auf diese Objektart. Zum Mietmarkt meint Ertler: "Es gibt eine extrem starke Nachfrage nach Mietobjekten, die auch vom Angebot unterstützt wird, wenngleich dieses träge reagiert. So mancher hat ebenso Interesse an einem Haus zur Miete, das geringe Angebot zeigt aber, dass dahingehend noch ein Umdenken bei den Abgebern erforderlich ist."

Die Datenbasis

Den Berechnungen der derzeitigen Immobilienpreise liegen 23.987 Salzburger Immobilienangebote im Zeitraum vom 3. Quartal 2010 bis zum 3. Quartal 2011 zu Grunde. Alle Angaben verstehen sich als Median-Werte, netto exklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer, für die jeweilige Region und stellen einen Angebotspreis dar.

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