• 18.10.2011, 13:43:46
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SJÖ: Studiengebühren belasten viele und lösen gar nichts

Zeit der Verschlechterungen im Uni-Bereich muss endlich vorbei sein - Aufruf zum Protest am Minoritenplatz, heute um 16.30 Uhr

Wien (OTS) - Ein deutliches Nein kommt von der Sozialistischen
Jugend zu den von ÖVP-Wissenschaftsminister Töchterle geplanten
Studiengebühren. "Nach der Kürzunge der Familienbeihilfe und dem
Wegfall der damit verbundenen Begünstigungen (z.B. günstigeres
Semesterticket) sollen jetzt mit unbegrenzten Studiengebühren weitere
Belastungen auf die jungen Menschen zukommen. Diesem Plan muss heute
mit einer breiten Teilnahme an der Kundgebung um 16.30 Uhr am
Minoritenplatz eine klare Absage erteilt werden!", so SJ-Vorsitzender
Wolfgang Moitzi. Junge Menschen gerade in Zeiten finanzieller
Engpässe mit Belastungen zu überhäufen sei leider oberstes Prinzip in
der ÖVP-Wissenschaftspolitik: "Ob Gehrer, Hahn, Karl oder Töchterle -
Studieren sollen nach Ansicht der ÖVP nur die Reichen können,
Studierende sollen möglichst harte Bedingungen vorfinden - ob in Form
von Studiengebühren oder Zugangsbeschränkungen." Die SPÖ müsse
standhaft die Interessen junger Menschen verteidigen und dürfe sich
von der ÖVP keinesfalls erpressen lassen, stellt Moitzi klar.

"Auf den Unis wird es laufend schlechter. Trotz den unüberhörbaren
Aufschreien der StudentInnen setzt es Jahr für Jahr weitere
Verschlechterungen. Es reicht ein für alle Mal!", betont Moitzi.
Zudem löse der ÖVP-Traum von Studiengebühren auch nicht das
Finanzierungsproblem der Unis: "Die Unis brauchen nicht ein paar
Millionen mehr, sondern mindestens eine Milliarde. Töchterle soll
sich gefälligst bei ÖVP-Finanzministerin Fekter für die längst
versprochene Aufstockung des Hochschulbudgets einsetzen, anstatt
Studierenden erneut finanzielle Probleme aufzuhalsen! Aber offenbar
buckelt er nach oben und tritt lieber nach unten." Es sei absolut
bezeichnend, dass für die ÖVP schon eine Vermögenssteuer von 0,3
Prozent für MillionärInnen gleichbedeutend mit Enteignung und
Kommunismus ist, während die finanzielle Ausbeutung ohnehin
finanzgeplagter junger Menschen kein Problem darstellt. "Ja zu
Vermögenssteuern, Nein zu Studiengebühren. Zahlen sollen die, die es
sich leisten können!", schließt Moitzi.

Rückfragehinweis:
Sozialistische Jugend Österreich
Boris Ginner
SJ-Pressesprecher
Tel.: +43 664 / 560 49 87
mailto:[email protected]

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