Metaller schließen mit 4,2 Prozent ab

Untere Lohngruppen um bis zu 4,4 Prozent angehoben

Wien (OTS) - Nach langen und zähen Verhandlungen haben sich die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Metallindustrie heute früh auf eine Erhöhung der Ist-Löhne und -Gehälter um durchschnittlich 4,2 Prozent geeinigt. Zumindest steigen Löhne und Gehälter um 80 Euro. Dieser Abschluss bedeutet für die unteren Beschäftigungsgruppen eine Erhöhung um 4,4 Prozent, für die höchsten um 3,8 Prozent. Kollektivvertragslöhne und -gehälter steigen im selben Ausmaß. Für die unterste Beschäftigungsgruppe beträgt die Ist-Lohnerhöhung 5,0 Prozent.

"Es ist uns gelungen, einen wirtschaftlich vertretbaren und vor allem sozial ausgewogenen Abschluss zu erreichen", erklärt Christoph Hinteregger, Chefverhandler der Arbeitgeberseite. "Die von der Gewerkschaft geforderten 5,5 Prozent haben wir damit erfolgreich wegverhandelt und klar unterschritten." Beschäftigte, die geringe Einkommen beziehen, profitieren allerdings von der heute vereinbarten Erhöhung mehr als Besserverdienende, betont Hinteregger: "Es war uns wichtig, dass Menschen, die von der hohen Inflation stärker betroffen sind, auch stärker von dem Abschluss profitieren." Durch die Erhöhung um 4,4 Prozent liegt der geringste Lohn in der Metallindustrie nun bei mehr als 1.600 Euro.

Die Sozialpartner haben sich auf eine Beschäftigungs- und Standortsicherungsklausel geeinigt, die ertragsschwache Betriebe entlastet.

Vereinbart wurde darüber hinaus eine Berücksichtigung der Elternkarenz für Lohn- und Gehaltsvorrückungen: Müttern und Vätern, die Elternkarenz ab dem 1. November 2011 in Anspruch nehmen, werden bis zu 16 Monate dieser Karenz auf die Vorrückungszeit angerechnet. Bisher lag die Dauer bei maximal zehn Monaten, allerdings nur für eine Geburt.

Dem heutigen Abschluss waren Kampfmaßnahmen der Gewerkschaft vorangegangen, die auf Initiative der Sozialpartner eingestellt wurden. Der neue Kollektivvertrag tritt mit 1. November 2011 in Kraft.

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