WKÖ-Vize RfW-BO Amann zu ÖGB-Streikdrohung: Gewerkschaft "schlägt den Sack und meint den Esel"

Um seriös verhandeln zu können, brauche es ein Mindestmaß an Planungssicherheit. Amann fordert "Runden Tisch" zur zukünftigen Inflations- sowie Steuer- und Abgabenentwicklung.

Wien (OTS) - "Den Sack schlagen, aber den Esel meinen: Statt die Betriebe - und hier ganz besonders die kleinen und mittleren Unternehmen - mit Forderungen von 5,5 Prozent Erhöhung ganz klar zu überfordern und mit Streiks zu drohen, sollten die Gewerkschaftsbosse sich die Hauptverantwortlichen für den Kaufkraftverlust "zur Brust" nehmen: Die rot-schwarze Besteuerungs-Regierung", so heute WKÖ-Vize-Präsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann zur Ankündigung der Gewerkschaft, mitten in den Kollektivvertragsverhandlungen eine Streikfreigabe zu beschließen. Amann plädiert daher nochmals für einen "Runden Tisch" zur zukünftigen Inflations- sowie Steuer- und Abgabenentwicklung.

Dass sich angesichts der hohen Inflation, der Unsicherheit, welche neuen Steuern bzw. Steuererhöhungen dieser Bundesregierung noch einfallen werden, Nervosität breit mache, sei menschlich verständlich. Auf der anderen Seite würden nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die heimische Wirtschaft von der "Nehmer-Regierung" nahezu "zu Tode" besteuert. "Um seriös verhandeln zu können, brauchen beide Seiten ein Mindestmaß an Planungssicherheit und stabilen Rahmenbedingungen. Das alles ist derzeit nicht gegeben. Umso dringender ist ein "Runder Tisch" der für die Steuerpolitik, die Wirtschaftspolitik und Arbeitsmarktpolitik verantwortlichen Minister mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern", so Amann.

Dazu kämen noch die alarmierend schlechten Konjunktur-Prognosen für das kommende Jahr. "Die Kaufkraft muss dringend gestärkt und der Binnenkonsum angekurbelt werden. Das liegt im Interesse aller. Das erreicht die Gewerkschaft aber nicht dadurch, dass sie den Betrieben die Daumenschrauben ansetzt", so Amann.

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