Korosec: Rot und Grün senken Jahreskartenpreise auf Kosten der Frauen!

Stufenweise Anhebung der Anspruchsalter für Seniorenermäßigungen wird strikt abgelehnt. Ermäßigung zusätzlich von 50% auf 40% reduziert!

Wien (OTS) - "Nach drei Jahren Gesetzesbruch und einem aufrechten Verfassungsgerichts-Erkenntnis, wonach das Zugangsalter zu Fahrpreisermäßigungen für Männer und Frauen gleich gestaltet sein muss, nimmt der Wiener Bürgermeister den Höchstgerichtsentscheid "großzügig" zur Kenntnis: Ab 1. Jänner 2012 können Männer und Frauen gleichermaßen mit 60 Jahren die Ermäßigung der Wiener Linien nutzen. Allerdings gibt es dabei mehr als einen Haken - unser Widerstand wird entsprechend ausfallen", erklärt LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes.

Korosec nennt die Probleme beim Namen und kündigt Kampfmaßnahmen an:

1. Bisher betrug die Ermäßigung 50% (224,- Euro gegenüber 448,-Euro). Ab Mai beträgt die Ermäßigung nur noch knapp über 40% (224,-Euro gegenüber 365,- Euro). Damit zahlen also die Seniorinnen und Senioren der Stadt die Preisermäßigung für die anderen Gruppen fleißig mit.

2. Ab 2014 wird außerdem das Zugangsalter zur Seniorenermäßigung alle zwei Jahre um ein Jahr angehoben (das heißt: 2014 - 61J, 2016 -62J, 2018 - 63J, 2020 - 64J, 2022 - 65J). Der Bürgermeister behauptet, dies entspreche auch der Anpassung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters der Frauen an jenes der Männer und liegt damit falsch! Dieses wird nämlich erst ab 2023 schrittweise angehoben. Somit zahlen die älteren Frauen noch zusätzlich drauf, damit alle anderen eine günstigere Jahreskarte erhalten.

"Wie Finanzstadträtin Brauner darin eine "sozial ausgewogene" Maßnahme erkennen kann, ist mir schleierhaft. Der Seniorenbund lehnt diesen Vorschlag mit aller Entschiedenheit ab und wird sich dagegen entschlossen zur Wehr setzen", kündigt Korosec abschließend an.

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